Benedikt XVI. an die Jugend: Christus schenkt uns allen den „Schlüssel zur wahren Hoffnung“

Grußbotschaft des Papstes zum ökumenischen Taizé-Treffen in Genf 2007/2008

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ROM/TAIZÉ, 12. Dezember 2007 (ZENIT.org).- „Nur Christus schenkt uns den Schlüssel zur wahren Hoffnung“, erklärt Papst Benedikt XVI. den Jugendlichen, die sich zum nächsten Taizé-Treffen in Genf einfinden werden.



Die Grußbotschaft, die der Heilige Vater durch seinen Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, an die rund 40.000 Jugendlichen übermitteln ließ, die vom 28. Dezember bis zum 1. Januar zu einer ökumenischen Begegnung in der Schweiz erwartet werden, ist in diesen Tagen auf der offiziellen Webseite der Communauté de Taizé veröffentlicht worden.

Dort ist auch das genaue Programm für die Tage in Genf zu finden, die mit Gebetsmomenten und Zeiten der Stille, mit Gesang und Zeugnissen ausgefüllt sein werden.

Der Heilige Vater übermittelte den jungen Menschen die folgende Botschaft: „Liebe Jugendliche, die ihr in Genf durch die Communauté de Taizé zu einer neuen Etappe des Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde zusammengekommen seid, den Frère Roger ins Leben gerufen hat, der Papst versichert euch seiner geistlichen Nähe und bittet den Herrn, dass die Tage für euch Tage der Gnade und tiefer kirchlicher Erfahrungen seien. Ihr sucht die Begegnung mit dem Volk Gottes, das euch aufnimmt, in Zeiten des Gebets oder des Gesprächs, und seid eingeladen, neue Wege der Hoffnung zu bahnen und dabei aus dem Wort Gottes und dem innig mit Christus verbundenen Leben zu schöpfen. Denn nur Christus schenkt uns den Schlüssel zur wahren Hoffnung, zur Hoffnung, die alle kleinen Hoffnungen, die wir haben können, übersteigt, weil er uns der Zukunft und dem ewigen Glück zuwendet, auf das wir jeden Tag als einzelne und in der Kirche zugehen.

Möge euer Vertrauen auf Gott in euch die Hoffnung wecken und euch helfen, die Welt zu verändern, indem ihr euch auf die Werte des Evangeliums stützt, insbesondere auf das Verzeihen, in dem sich die Liebe zuspitzt; denn wer verzeiht, hält sich nicht mit der begangenen Verfehlung auf, sondern öffnet sich für eine neue Zukunft. Der Frieden ist die Frucht der Gerechtigkeit, aber noch mehr die des Verzeihens, das wahrhaft die Versöhnung unter Menschen besiegelt, die sich gestern noch herausforderten oder widersetzten, und es ihnen ermöglicht, einen gemeinsamen Weg weiterzugehen. Wenn ihr das Verzeihen Gottes annehmt, das euch im Sakrament geschenkt wird, könnt ihr eurerseits Menschen werden, die unter Brüdern Verzeihen stiften und eine versöhnte Welt aufbauen.

Seine Heiligkeit Benedikt XVI. vertraut euch der Fürsprache der Jungfrau Maria, der Mutter der Glaubenden, und auch der des Heiligen Franz von Sales an, der ein unermüdlicher und barmherziger Apostel in der Gegend um Genf war, und gewährt euch aus ganzem Herzen und voll Zuneigung seinen apostolischen Segen, euch, den Brüdern von Taizé und allen, die diesen Pilgerweg vorbereitet haben, den Pfarrern und Gläubigen, die euch zu Gast haben, und euren Familien.“