Benedikt XVI. an „Neue Horizonte“: Gebt Zeugnis der Nächstenliebe

Von Chiara Amirante gegründete Gemeinschaft erhält päpstliche Anerkennung

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ROM, 10. Februar 2011 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. richtete in der Generalaudienz am Mittwoch eine besondere Ermutigung an die Vereinigung „Neue Horizonte", die sich die Aufnahme, Rehabilitation und Prävention besonders von Jugendlichen in problematischen Situationen zu Aufgabe gemacht hat.

„Ich grüße euch, die Mitglieder der Gemeinschaft „Neue Horizonte", und ermutige euch, weiterhin in der Ausführung dieses tapferen Apostolats zum Wohl der Geschwister, die sich in Schwierigkeiten befinden, fortzufahren. Gleichzeitig fordere ich euch auf, Zeugnis vom Evangelium der Liebe zu geben und das Licht, den Frieden und die Freude des auferstandenen Christus zu verbreiten", sagte der Papst am Ende der Generalaudienz in der Aula Pauls VI.

Am 4. Februar hatte die offiziellen Übergabe des Dekrets der päpstlichen Anerkennung stattgefunden, das „Neue Horizonte" als private internationale Vereinigung von Gläubigen und ihre Statuten für einen Zeitraum von fünf Jahren „ad experimentum" anerkennt. Der Hauptsitz der Vereinigung befindet sich in einem ehemaligen Franziskanerkloster in Piglio (Italien).

Die Gemeinschaft wurde Anfang der 90er Jahre von der Italienerin Chiara Amirante als Antwort auf die verzweifelte Situation von vielen Kindern und Jugendlichen gegründet, die in Rom rund um die Bahnhofsstation Termini von Alkoholismus, Drogenabhängigkeit oder Aids betroffen waren, sofern sie nicht auch in Kriminalität oder Prostitution verwickelt waren.

Im Jahr 1994 wurde das erste Haus der Gemeinschaft „Neue Horizonte" eröffnet, in dem ein Programm zur Heilung sowie psychologischen und spirituellen Regeneration verfolgt wird.

Seitdem sind viele weitere Initiativen hinzugekommen. Heute unterhält die Vereinigung 161 Gasthäuser (in denen auch ganze Familien aufgenommen werden), Ausbildungs- und Beratungszentren in Italien sowie der ganzen Welt.

Außerdem verfügt die Gemeinschaft über 92 Dienstzentren, die in der Prävention- und Aufklärungsarbeit tätig sind (vor allem an den Orten der nächtlichen Treffpunkte und Unterhaltung), daneben in der Evangelisationsarbeit, in der Kommunikation und den Unterhaltungsmedien, im Schauspiel und Entertainment, in der Ausbildung, in Verlagen, in sozialen Diensten und der internationalen Zusammenarbeit, der Wirtschaft und der Arbeitswelt sowie der Spiritualität.

Die Mitglieder der Gemeinschaft „Neue Horizonte" weihen ihr Leben Gott, indem sie die Versprechen von Armut, Keuschheit und Gehorsam ableben, und mit der Verpflichtung, die christliche Freude zu leben.

Zur Vereinigung gehören mehr als 20.000 Mitarbeiter, Tausende von Anhängern und 150.000 „Ritter des Lichts" aus unterschiedlichen kirchlichen Wirklichkeiten, die an mehreren Evangelisierungsprojekten mitwirken. Daneben gibt es mehr 300 Gebetsgruppen.

In Brasilien und in Bosnien ist mit dem Aufbau sogenannter „Himmels-Zitadellen" begonnen worden. Dabei handelt sich um ganze Dörfer, die gesellschaftlich Außenstehende aufnehmen und in denen Freiwillige aus der ganzen Welt ausgebildet werden. Zwei weitere sind für Italien geplant.