Benedikt XVI.: Aufgabe der Laien ist es, die Gesellschaft zu verchristlichen

Empfang für die Bischöfe aus Paraguay

| 1124 klicks

ROM, 11. September 2008 (ZENIT.org).- Angesichts der modernen Kultur, die Gott ausgrenze, bedürfe es heute einer großen missionarischen Bemühung, die Christus in den Mittelpunkt allen pastoralen Wirkens stelle und den Menschen die Schönheit und die Wahrheit seines Lebens und seiner Heilsbotschaft erkennen lasse, bekräftigte Benedikt XVI. heute Vormittag beim Empfang der Bischöfe aus Paraguay im Vatikan.



Die Audienz bildete den Abschluss des Ad-Limina-Besuches der südamerikanischen Bischofskonferenz. Der Besuch fand nach der Präsidentschaftswahl 2008 statt, aus der der laisierte katholische Bischof Fernando Lugo als Sieger hervorgegangen war.

In seiner Ansprache anerkannte der Papst, dass die pastoralen Herausforderungen für die Bischöfe groß und komplex seien, um zugleich darauf hinzuweisen, dass Zeugnis und Heiligkeit der Hirten eine Notwendigkeit seien für Kirche und Welt. Der Bischof ist nach Worten des Papstes auch eine Bande der Gemeinschaft und Ort der Begegnung von Orts- und Weltkirche.

Benedikt XVI. ermutigte seine Gäste, die Einheit zwischen den Diözesangemeinschaften und dem Apostolischen Stuhl zu stärken. Er würdigte insbesondere die Entscheidung der Bischöfe Paraguays, sich der Jugend- und Berufungspastoral zu widmen.

Damit die christliche Botschaft überall hingelange, sei eine Zusammenarbeit mit den Laien unverzichtbar. Deren Berufung bestehe darin, mit „christlichem Geist die weltliche Ordnung zu durchdringen“ und sie so entsprechend dem göttlichen Plan umzuformen. Die Hirten hätten dabei die Pflicht, allen die notwendigen geistlichen Mitteln sowie die erforderliche Ausbildung zukommen zu lassen.

Als wesentlichen Aspekt der Laienmission hob der Papst den Dienst an der Gesellschaft durch die politische Tätigkeit hervor. Die Menschen müssten dazu ermutigt werden, diese wichtige Dimension der sozialen Nächstenliebe mit Verantwortung und Hingabe zu leben, damit die Gesellschaft in Gerechtigkeit und Ehrlichkeit sowie in der Verteidigung der wahren und echten Werte wie dem Schutz des menschlichen Lebens, der Ehe und der Familie Fortschritte mache.

Benedikt XVI. schloss seine Ansprache mit einem Lob für die Bemühungen ab, die die Bischöfe unternähmen, um den Bedürfnissen des Volkes entgegenzukommen. Dabei sprach er die Hoffnung aus, dass sie ein lebendiges und nahes Bild der Liebe Christi zu allen Menschen seien, besonders gegenüber den Leidenden, den Ausgegrenzten, den alten und kranken Menschen sowie den Häftlingen.