Benedikt XVI.: Aufgeopfertes Leiden kann das Reich Gottes auf der ganzen Welt verbreiten

Der heilige Antonius von Ägypten ist ein Vorbild der Hingabe

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ROM, 16. Januar 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. lenkte den Blick von jungen Menschen, Kranken und Eheleuten, die sich am heutigen Mittwoch zur Generalaudienz in der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan versammelt hatten, auf den Urvater des europäischen Mönchtums, den heiligen Antonius von Ägypten.



Antonius der Große, wie er auch genannt wird, habe „viel für die Kirche erwirkt“ und „das Martyrium der Verfolgung“ erlitten, erklärte der Heilige Vater. Die Jugendlichen ermutigte er dazu, Christus hoch zu achten und ihm treu zu folgen.

Um das Jahr 250 geboren, lebte Antonius zunächst als Sohn wohlhabender Eltern bei Heraclea in Mittelägypten. Als er 20 Jahre alt war, starben seine Eltern. Von da an begann Antonius, dem Evangelium folgend ein asketisches Leben zu führen. Zuerst zog er sich in der Nähe seines Heimatdorfes in die Einsamkeit zurück, später in eine Felsengrabkammer am Rande der libyschen Wüste, wo er der Legende nach vielen dämonischen Versuchungen ausgesetzt war.

Anschließend zog er sich für 20 Jahre in ein unbewohntes Gebirge jenseits des Nils zurück. Um das Jahr 311 ging er nach Alexandria, um dort unter Lebensgefahr den Gefangenen des grausamen Christenverfolgers Maximinus Daja zu helfen. Danach zog er sich endgültig in die Wüste zurück, bis er im Alter von 105 Jahren starb.

Die Kranken unter den rund 8.000 Audienz-Teilnehmern forderte Benedikt XVI. auf: „Tragt euer Leiden mit Geduld, und opfert es dafür auf, dass sich das Reich Gottes in der ganzen Welt ausbreite.“

Schließlich wandte sich der Papst an die Frischvermählten. Er ermutigte sie mit Blick auf das Lebenszeugnis des heiligen Antonius: „Möge er euch helfen, liebe Eheleute, in eurem Familienleben ein Zeugnis für die Liebe Christi zu sein.“