Benedikt XVI. begegnet Studenten: Die Postmoderne bedarf einer Evangelisierung

Eröffnung des Akademischen Jahres 2007/2008 an den Päpstlichen Universitäten Roms

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ROM, 26. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Am späten Nachmittag des gestrigen Donnerstags richtete Papst Benedikt XVI. nach der feierlichen Heiligen Messe zur Eröffnung des neuen Akademischen Jahres der Päpstlichen Universitäten und kirchlichen Fakultäten Roms einige Worte an die versammelten Dozenten und Studenten. Die Eucharistiefeier hatte der Präfekt der Kongregation für das Katholische Bildungswesen (für die Seminare und Studieneinrichtungen), Kardinal Zenon Grocholewski, zelebriert.



Der Heilige Vater brachte in der Peterskirche die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Studenten aus ihren „römischen Jahren“ geistlich und pastoral bereichert hervorgingen. Gleichzeitig wünschte der Papst, dass die moderne Kultur vom „Evangelium durchdrungen werde“.

Benedikt XVI. erinnerte die Akademische Gemeinschaft an die Apostolische Konstitution über die kirchlichen Universitäten und Fakultäten von Papst Johannes Paul II. (15. April 1979), in der sein Vorgänger die Ausrichtung und Zielsetzung der päpstlichen Ausbildungsinstitute beschrieben hat. Demnach sollen die Kenntnisse der christlichen Offenbarung und die Themen, die mit ihr in Zusammenhang stehen, vertieft und die darin enthaltene Wahrheit herausgestellt werden. Die aktuellen Herausforderungen sollten im Licht der Wahrheit betrachtet werden.

Wie Papst Benedikt hervorhob, handelt es sich dabei um eine mehr als dringliche Aufgabe in unserer postmodernen Zeit, „in der man das Bedürfnis nach einer neuen Evangelisierung wahrnimmt, die Meister im Glauben sowie Boten und Zeugen des Evangeliums erforderlich macht, die angemessen vorbereitet sind.“

Die Zeit in Rom kann und muss nach Worten des Papstes auf jene Aufgabe vorbereiten, die die Stundenten in der Zukunft erwartet: „Die Sendungsauftrag, der der Kirche zu Eigen ist, erfordert in unserer Zeit nicht nur, dass überall die Botschaft des Evangeliums verbreitet wird, sondern auch, dass sie in die Tiefe der Denkweisen, Urteilskriterien und Verhaltensweisen der Menschen eindringt. Mit einem Wort: Es ist notwendig, dass die gesamte Kultur des modernen Menschen vom Evangelium durchdrungen wird.“

Die Möglichkeit, in Rom zu studieren, „dem Sitz des Nachfolgers Petri und somit des petrinischen Amtes“; in einer „einzigartigen Stadt“, die reich an Geschichte, Kunst und Kultur ist und die vor allem von „beredten christlichen Zeugnissen“ erfüllt ist, sollte helfen, den Sinn für die Zugehörigkeit zur Kirche und für den Einsatz und die Treue zum universalen Lehramt des Papstes zu stärken. Benedikt XVI. rief die Studenten dazu auf, aus all diesem Reichtum den besten Nutzen zu ziehen.

Das Studium der Geisteswissenschaften und der Theologie sollte immer eine fortschreitende, innere und tiefe Kenntnis Jesu Christi mit sich bringen sowie einen Fortschritt im „Streben nach Heiligkeit“.

Papst Benedikt bekräftigte: „Diese Jahre der Ausbildung in Rom mögen daher jenseits eines ernsthaften und fleißigen intellektuellen Engagements in erster Linie von intensivem Gebet geprägt sein, in ständiger Harmonie mit dem göttlichen Meister, der euch dazu erwählt hat, ihm zu dienen.“