Benedikt XVI. besucht „Ground Zero“: P. Lombardi SJ kommentiert einen Höhepunkt der Papstreise in die USA

| 642 klicks

ROM, 11. April 2008 (ZENIT.org).- Das stille Gebet Papst Benedikts XVI. bei „Ground Zero“, der Gedenkstätte des World Trade Center, wird laut den Worten des Direktors des Vatikanischen Presseamtes, P. Federico Lombardi SJ, einer der „bewegendsten und erwartesten Augenblicke der Reise des Heiligen Vaters in die Vereinigten Staaten sein.



Während eines Treffens mit den Journalisten erklärte P. Lombardi, dass Fernsehsender anderer Länder ihrem Interesse Ausdruck verliehen hätten, bei diesem Moment des Gedenkens an die Opfer des Terroranschlages vom 11.9.2001 dabei zu sein.

Lombardi erklärte in einem Briefing, dass der Besuch des Papstes am Sonntag Vormittag stattfindet, damit auch Europa das Ereignis mitverfolgen kann.

Der Papst werde keine Ansprache halten. „Es ist dies ein Moment des Gebets, der Besinnung und des Respekts angesichts des Dramas, der Tragödie, die an diesem Ort stattgefunden hat.“

„Der Papst vermehrt nicht Worte, er geht hin und betet“, so der Direktor des Presseamtes.

Bei seinem Besuch bei „Ground Zero“ wird der Papst von Kardinal Edward Egan, Erzbischof von New York, begleitet werden. Dem Programm nach wird er zu einem Moment des privaten und stillen Gebets niederknien, eine Kerze anzünden, den Boden mit Weihwasser besprengen und den geladenen Gästen seinen Segen spenden.

Der Papst wird dann den Bürgermeister der Stadt und die anderen lokalen Obrigkeiten sowie 24 Menschen begrüßen, die die fünf vom Attentat des 11. September betroffenen Kategorien repräsentieren: Überlebende, Familienangehörige der Opfer, Vertreter der Polizei, der Feuerwehr und des Zivilschutzes, unter denen diverse Opfer während des Rettungseinsatzes zu verzeichnen waren.

„Es handelt sich um ein einfaches Ereignis, das auch nicht lange dauern wird“, erklärte P. Lombardi. Insgesamt ist für den Besuch bei „Ground Zero“ eine halbe Stunde geplant. Natürlich sei mit diesem Besuch eine große geistliche und symbolische Bedeutung verbunden.

Der Besuch am Ort des Terrorangriffs des Jahres 2001 in New York lasse den Sinn für die Solidarität deutlich werden, die Benedikt XVI. für alle Toten, deren Familien und all jene hegt, die das Ende der Gewalt ersehenen und auf der Suche nach Frieden sind, so Erzbischof Pietri Sambi, Apostolischer Nuntius in den Vereinigten Staaten, bei der Ankündigung des Besuches im November 2007.

Der Besuch am Sonntag Vormittag wird der erste Punkt des letzten Tages der Apostolischen Reise Benedikts XVI. sein, der sich für insgesamt sechs Tage (15.4.-20.4.) in den Vereinigten Staaten aufhalten wird.

P. Federico Lombardi präzisierte heute, dass Papst Benedikt XVI. am 16. April nicht an dem ihm zu Ehren von Präsident George W. Bush organisierten Galaabendessen im Weißen Haus teilnehmen wird. Bei dem Abendessen werden die Delegaten des Heiligen Stuhls, die amerikanischen Kardinäle sowie viele herausragende Vertreter aus Kirche und Politik anwesend sein. „Es liegt jedoch nicht in der Gewohnheit eines Papstes“, so Lombardi, „an derartigen weltlichen Begegnungen teilzunehmen.“