Benedikt XVI. betet für die Bekehrung der irakischen Terroristen

Botschaft an Kardinal Emmanuel III. Delly

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ROM, 14. Juli 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat den Leid geprüften Christen im Irak seine geistige Nähe bekundet. Außerdem bekräftigt er in einer Botschaft an den Patriarchen von Babylon der Chaldäer, Kardinal Emmanuel III. Delly, dass er für die Bekehrung der Terroristen bete, die für die jüngsten Bombenanschläge auf sieben Kirchen Bagdads verantwortlich sind (ZENIT berichtete).



In der von Kardinalstaatssekretär unterzeichneten Botschaft sichert Benedikt XVI. der katholischen und orthodoxen Gemeinde der irakischen Hauptstadt sein Gebet und seine geistliche Nähe zu. Der Papst, so der Wortlaut der Botschaft, „betet für die Bekehrung der Herzen der Verantwortlichen für die Gewalttaten und ermutigt die Autoritäten, alles in ihrer Kraft Stehende zu unternehmen, um eine gerechte und friedliche Koexistenz aller Teile der irakischen Bevölkerung zu fördern“.

Die vatikanische Zeitung „Osservatore Romano“ erklärte zur Veröffentlichung der Botschaft des Papstes, dass die politischen Verantwortungsträger und die führenden Religionsvertreter des Iraks befürchteten, dass die jüngsten Attentate eine neue Welle der Gewalt im Land verursachen könnten.

Kardinal Delly erklärte im irakischen Fernsehen, dass es traurig sei, dass es sich bei den Zielen, die die Attentäter bedrohten, um Orte handle, die in der Vergangenheit sowohl Christen als auch Muslimen als Unterschlupf und Zuflucht dienten. Der Patriarch verurteilte die Anschläge auf Kirchen und Moscheen und rief dazu auf, „den Geist der Toleranz“ zu bewahren.

Der Prokurator der chaldäischen Kirche beim Heiligen Stuhl, Philip Najim, machte auf das Ziel der Bombenanschläge aufmerksam – die Vertreibung der Christen aus dem Irak. Es sei klar, dass es sich hierbei nicht um Episoden handle, die mit dem Widerstand gegen die Invasoren verbunden seien, sondern um einen Prozess, der auf eine Verlangsamung der Entwicklung des Landes und seiner Befriedung abziele. „Man will einen schwachen und unterentwickelten Irak“, so Najim; einen Irak, „der mit dem Verschwinden seiner christlichen Bevölkerung einen wichtigen Teil der Gesellschaft verlieren würde“.