Benedikt XVI. betet für die Früchte der bevorstehenden Bischofssynode

Unerschrockene Verkündigung, Einheit mit Papst und Weltkirche

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ROM, 30. September 2008 (ZENIT.org).- Im Rosenkranz-Monat Oktober betet Benedikt XVI. dafür, „dass die Bischofssynode allen im Dienst am Wort Gottes Tätigen helfe, mutig die Wahrheiten des Glaubens in Gemeinschaft mit der Gesamtkirche weiterzugeben“.

So lautet das allgemeine Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Oktober 2008, das sich rund 50 Millionen Laien, Ordensleute, Priester und Bischöfe aus aller Welt zu Eigen machen. Im Rahmen des Gebetsapostolats tragen sie jeden Monat ihre Gebete und Opfer für die Person und die Anliegen des Papstes vor Gott.

Die Weltbischofssynode, die vom 5. bis zum 26. Oktober in Rom tagen wird, beleuchtet das Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ und somit „die Mitte und Tiefe des christlichen Glaubens“, wie der Sankt Pöltner Weihbischof Dr. Anton Leichtfried vor kurzem betonte. Er wird als Vertreter der Österreichischen Bischofskonferenz bei der historischen Tagung mit dabei sein, deren Zielsetzung „pastoral, missionarisch und spirituell“ sei und die Heilige Schrift als „Anleitung zum Leben“ wieder stärker in das Blickfeld rücken wolle.

Bischof Leichtfried wies im Rahmen einer Pressekonferenz aber auch darauf hin, dass das Christentum „keine Buchreligion im engeren Sinn“ sei, da nicht ein Buch, sondern eine Person im Mittelpunkt des Glaubens stehe. „Die Bibel steht nahe der Mitte, diese ist jedoch das Mensch gewordene Wort Gottes, Jesus Christus.“

Die Bibel gebe Zeugnis davon, „wie Gott zu uns spricht und wie er mit uns in Beziehung treten will“. Deswegen sei es wichtig, immer wieder in der Bibel zu lesen – „damit ich weiß, was Gott von mir will“. Die Evangelien seien keine „Informationsschriften“, sondern „Anleitung zum Leben“, so der Weihbischof. „Die wichtigste Botschaft ist, dass Gott mich liebt – und dass dies mein Leben verändert.“

Zur Vorbereitung der zwölften ordentlichen Vollversammlung der Bischöfe wurde Anfang Juni im Vatikan das so genannte Instrumentum laboris („Arbeitspapier“) vorgestellt. Es könne die Synodenväter „auf dem aufsteigenden und absteigenden Weg der Wiederentdeckung des Wortes Gottes, d.h. bei der Wiederentdeckung des Gottmenschen Jesus Christus, leiten“, schreibt Erzbischof Nikola Eterović, Generalsekretär der Bischofssynode, im Vorwort. „Dies geschieht in besonderer Weise bei den liturgischen Feiern, die ihren Höhepunkt in der Eucharistie haben, in welcher das Wort seine wunderbare Wirksamkeit zeigt.“

Neben dem allgemeinen Gebetsanliegen betet der Papst jeden Monat auch für ein ganz bestimmtes missionarisches Anliegen. Im Oktober wünscht er sich, „dass jede christliche Gemeinde im Monat der Weltmission ihre Teilhabe an der universalen Sendung der Kirche verstehen lernt“.

Von Dominik Hartig