Benedikt XVI. betet für nicaraguanische Bevölkerung und ermutigt zur „Bündelung aller Kräfte“

Émpfang für den neuen Botschafter José Cuadra Chamorro

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ROM, 25. September 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat beim Empfang für den neuen offiziellen Vertreter Nicaraguas beim Heiligen Stuhl neuerlich seine große Sorge um die Opfer von Hurrikan Felix geäußert und versichert, für die Notleidenden zu beten.



Die Begegnung des Botschafters José Cuadra Chamorro mit Papst Benedikt XVI. fand am Montag in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo statt. Der Heilige Vater nützte die Gelegenheit zudem, um seine geistige Verbundenheit mit allen Opfern des Sturmes der Stärke 5, der am 4. September getobt hatte, zum Ausdruck zu bringen. Diesbezüglich forderte er die internationale Gemeinschaft auf, großzügige Hilfe anzubieten.

Im Hinblick auf die großen Herausforderungen, denen Nicaragua gegenübersteht – Armut, Hunger, Drogen, Analphabetismus –, sprach sich der Heilige Vater für eine „Bündelung aller Kräfte“ aus. Hierzu sei eine transparente und ehrbare Vorgehensweise seitens der staatlichen Behörden unverzichtbar. Die Regierenden werden nach Worten Benedikts XVI. in der Ortskirche „einen aufrichtigen Mitarbeiter finden, wenn es darum geht, gerechte Lösungen zu suchen“.

Die Kirche bemühe sich darum, das Verantwortungsbewusstsein der Bürger zu vergrößern, bestärke ihre Teilnahme am öffentlichen Leben und ihren Einsatz „im Dienst an den Bedürfnissen der Bevölkerung“, die oft große Armut erfahre.

„Die Bischöfe Ihres Landes sind in Treue zu ihrem Auftrag, der rein pastoraler Natur ist, bereit, den Dialog mit der Regierung weiter aufrechtzuerhalten – eine beständige und offene Kommunikation –, um so zur Schaffung jener notwendigen Bedingungen beizutragen, die eine echte Versöhnung begünstigen, sowie einer Atmosphäre, die von Frieden und wahrer sozialen Gerechtigkeit geprägt ist.“ Den Laien falle die verantwortungsvolle Aufgabe zu, in den politischen Prozess direkt einzugreifen und ihr Tun als „soziale Liebe“ zu begreifen.

Ausdrücklich würdigte Benedikt XVI. schließlich das Engagement der Regierungsvertreter Nicaraguas, das menschliche Leben zu schützen, und er bedankte sich für die Einschränkung der Bestimmungen zur Abtreibung. Angesichts der Gewalt, die auch innerhalb den Familien vorzufinden sei, ist es in den Augen des Papstes dringend erforderlich, „menschliche und moralische Werte wiederzubeleben und zu fördern“.