Benedikt XVI. bittet die Gläubigen, Christus würdig zu empfangen

Predigt zum Abschluss des Eucharistischen Weltkongresses in Québec, Kanada

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ROM/QUEBEC, 23. Juni 2008 (ZENIT.org).- Die Eucharistie ist nach Worten Benedikts XVI. „unser schönster Schatz“ und das Sakrament schlechthin. „Sie enthält das gesamte Geheimnis unseres Heils, sie ist Quelle und Höhepunkt des Handelns und Lebens der Kirche“, bekräftigte der Heilige Vater gestern, Sonntag, in seiner Predigt während der heiligen Messe zum Abschluss des 49. Eucharistischen Kongresses.



Der Papst, der über Satellitenverbindung direkt mit den Pilgern in Québec (Kanada) verbunden war, kündigte auch an, dass der nächste Internationale Eucharistische Kongress im Jahr 2012 in Dublin stattfinden wird.

In seiner Predigt forderte Benedikt XVI. eine Erneuerung der Vorbereitung auf den Empfang der heiligen Kommunion. „Die Eucharistie, Geschenk Gottes für das Leben der Welt“ war das Thema des diesjährigen Kongresses in Québec, auf das sich der Papst bezog. Aufgrund der überragenden Bedeutung der Eucharistie sei es erforderlich, immer mehr in dieses Geheimnis einzudringen und es immer besser zu begreifen.

Die Teilnahme an der Eucharistie entferne uns nicht von unseren Mitmenschen, hob der Heilige Vater. Da sie Ausdruck der Liebe Gottes schlechthin sei, treibe sie uns dazu an, den gegenwärtigen Herausforderungen gemeinsam mit allen anderen Menschen entgegenzutreten und aus der Erde einen Ort zu machen, wo es angenehm leben lasse. Aus diesem Grund sei es geboten, dafür zur kämpfen, dass jeder Mensch geachtet wird, von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende, und dass sich die reichen Gesellschaften der Ärmsten annehmen und ihnen ihre Würde zurückerstatten – damit jeder Mensch seine Familie ernähren kann beziehungsweise damit über allen Kontinenten Friede und Gerechtigkeit aufstrahlen.

Benedikt XVI. brachte deshalb den Wunsch zum Ausdruck, dass der Kongress zu einem Appell an alle Gläubige werden möge, die eucharistische Katechese zu erneuern. „Ich möchte die Hirten und die Gläubigen zu einer erneuerten Aufmerksamkeit für ihre Vorbereitung auf den Empfang der Eucharistie einladen“, fuhr Benedikt XVI. fort. Trotz unserer Sünden und Schwächen wolle Christus uns zu seiner Wohnstätte machen. Aus diesem Grund sei es notwendig, alles zu tun, um Jesus mit einem reinen Herzen zu empfangen und immer wieder neu durch das Sakrament der Vergebung jene Reinheit zu finden, die die Sünde befleckt hat.

Die Sünde – vor allem die schwere Sünde – ist, wie der Papst betonte, der eucharistischen Gnade in uns entgegengesetzt. Andererseits fänden jene, die die Eucharistie aufgrund ihrer Lebenssituation nicht empfangen könnten, in der „Kommunion der Sehnsucht“ und in der Teilnahme an der Eucharistiefeier Kraft und heilende Wirksamkeit.

Benedikt XVI. betonte in diesem Zusammenhang, dass die Eucharistie kein „Mahl unter Freunden“ sei, sondern vielmehr ein „Geheimnis des Bundes“. Wir seien dazu berufen, in dieses Geheimnis des Bundes einzutreten und jeden Tag unseres Lebens an das in der Eucharistie empfangene Geschenk anzugleichen.

Die Christen sollten den Herrn darum bitten, so der Papst zum Schluss der Übertragung seiner Predigt, seiner Kirche viele neue Priester zu schenken – auf dass sie es mit Freude und ohne Angst annähmen, Christus zu antworten. „Sie werden nicht enttäuscht werden“, bekräftigte Benedikt XVI.