Benedikt XVI. bittet Europäer, das reiche Erbe Mazedoniens zu würdigen

| 813 klicks

ROM, 25. Mai 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat die Europäer dazu aufgerufen, den Beitrag des EU-Beitrittskandidaten Mazedonien zu Frieden und Eintracht anzuerkennen und zu würdigen.



Der Heilige Vater unterstrich beim Empfang für den Sprecher des mazedonischen Parlaments, Ljubisa Georgievski, am Donnerstag im Vatikan, dass die beiden heiligen Europapatrone Kyrill und Method „ein menschliches und geistliches Erbe“ hinterlassen hätten, das die Republik Mazedonien zu einem „Ort der Begegnung verschiedener Kulturen und Religionen werden ließ“.

Anlass der Begegnung waren die Feiern rund um den Gedenktag der Apostel der Slawenvölker aus dem neunten Jahrhundert, der in den orthodoxen Kirchen am 11. Mai begangen wird. Georgievski hatte einige Vertreter seiner Regierung und der orthodoxen Kirche aus Skopje zum Treffen mitgebracht.

Benedikt XVI. bat seine Gäste, Europa am reichen geistlichen Vermächtnis, das sie geerbt hätten, teilhaben zu lassen. Darüber hinaus rief der Bischof von Rom die europäischen Nationen dazu auf, der spezifischen Identität Mazedoniens, der sie aus Gründen von Tradition und Kultur nahe stünden, Respekt zu zollen.

64,7 Prozent der mazedonischen Gesamtbevölkerung – rund zwei Millionen Menschen – sind orthodox, 33,3 Prozent muslimisch.

Am Ende des Empfangs verwies der Heilige Vater auf einen Aspekt, den ganz Europa nachahmen sollte: „Das friedliche Zusammenlaufen der Bestrebungen der Menschen, die in eurem Land leben, ist für den europäischen Kontinent ein Vorbild.“