Benedikt XVI. bringt seine Nähe zu den Christen im Irak zum Ausdruck

Begegnung mit dem Patriarchen der Assyrischen Kirche des Ostens

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ROM, 21. Juni 2007 (ZENIT.org).- In der heutigen Audienz mit dem Katholikos Mar Dinkha IV., dem Patriarchen der Aassyrischen Kirche des Ostens, brachte Papst Benedikt XVI. erneut seine Sorge um die Christen im Irak zum Ausdruck. Gleichzeitig bekundete der Heilige Vater seine Solidarität mit allen Christen, die im krisengeschüttelten Land ausharren und ihren Glauben oft „zum Preis heroischer Opfer“ bezeugen.



Die schwierige Situation im Irak und der Einsatz für einen erneuerten ökumenischen Dialog bildeten die beiden Schwerpunkte der Ansprache des Papstes vor Patriarch Mar Dinkha IV. Benedikt XVI. äußerte seinen Wunsch nach einer engen pastoralen Zusammenarbeit zwischen der assyrischen und der katholischen Gemeinde. Und er hob die Ergebnisse des theologischen Dialogs zwischen den beiden Kirchen hervor.

Sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht müssten die Christen im Osten und im Irak leiden, beklagte Benedikt XVI. Insbesondere im Irak „fühlen die christlichen Gemeinden immer mehr den Druck der Unsicherheit und der Aggression“. Darüber hinaus hätten sie das Gefühl, verlassen zu sein. Viele sähen angesichts der tragischen Lebensverhältnisse keine andere Möglichkeit, als ihr Land zu verlassen und eine Zukunft in der Fremde zu suchen.

Diese Schwierigkeiten sind für Benedikt XVI. Anlass zu großer Sorge. Deshalb rief er die katholischen und assyrischen Gläubigen in den geplagten Gegenden dazu auf, in der Hoffnung zusammenzuarbeiten, eine immer wirksamere Stütze füreinander zu sein.

Der ökumenische Dialog habe große Fortschritte gemacht. In voller Achtung der Lehrtraditionen der beiden Kirchen seien die katholischen und assyrischen Christen dazu aufgefordert, antagonistische Verhaltensweisen und polemische Erklärungen zu vermeiden, um in der Kenntnis des christlichen Glaubens zu wachsen.

Papst Benedikt äußerte seinen Wunsch, dass die theologische Kommission weiterhin fruchtbar arbeiten möge, „ohne je aus dem Blick zu verlieren, dass das letzte Ziel die Wiederherstellung der vollen Einheit“ aller Christen sei.

„Wenn die Christen aus Ost und West Seite an Seite leben, haben sie die wertvolle Gelegenheit, sich gegenseitig zu bereichern und besser die Katholizität der Kirche zu verstehen, die als Pilgerin in der Welt betet und in einer Mannigfaltigkeit von sozialen und kulturellen Kontexten Christus bezeugt.“