Benedikt XVI.: Chiara Lubich, Vorbild für Barmherzigkeit, Treue und missionarischen Eifer

Telegramm zum Tod der Gründerin der Fokolar-Bewegung

| 1414 klicks

ROM, 14. März 2008 (ZENIT.org).- Zum heutigen Tod von Chiara Lubich hat Papst Benedikt XVI. dem CO-Präsidenten der Fokolar-Bewegung, Priester Oreste Basso, ein Telegramm zukommen lassen, in dem er das Wirken der Verstorbenen würdigt und alle Menschen, die sie kennen oder ihr begegnet sind, dazu einlädt, ihren Spuren zu folgen.

Chiara Lubich starb am 14. März um 2.00 Uhr im Kreis ihrer engsten Vertrauten in Rocca di Papa bei Rom. Sie war 88 Jahre alt.

* * *

Tief bewegt erhielt ich Kenntnis von der Nachricht des gottesfürchtigen Todes von Chiara Lubich; er kam am Ende eines langen und fruchtbaren Lebens, das von ihrer unermüdlichen Liebe zum verlassenen Jesus gezeichnet war. In diesem Augenblick schmerzhafter Trennung bleibe ich liebevoll und auf geistige Weise mit ihren Angehörigen und dem ganzen Werk Mariens verbunden – der Fokolar-Bewegung, die mit ihr ihren Anfang nahm –, sowie mit allen, die ihr nicht nachlassendes Engagement für die Gemeinschaft der Kirche, den ökumenischen Dialog und die Brüderlichkeit unter allen Völkern geschätzt haben.

Ich danke dem Herrn für das Zeugnis ihres Lebens, das sie im Hinhören auf die Bedürfnisse des modernen Menschen vebracht hat, in vollkommener Treue zur Kirche und zum Papst. Und während ich ihre Seele der göttlichen Güte anheimstelle, damit sie im Schoß des Vaters willkommen geheißen werde, hoffe ich, dass diejenigen, die sie kennen gelernt haben und ihr begegnet sind, im Staunen über die Wunder, die Gott durch ihren missionarischen Eifer gewirkt hat, in ihre Fußspuren treten mögen und ihr Charisma am Leben erhalten.

Mit diesen Empfindungen rufe ich die mütterliche Fürsprache Mariens herab und erteile allen gerne meinen Apostolischen Segen.

[ZENIT-Übersetzung des italienischen vom Heiligen Stuhl veröffentlichten Originals durch Dominik Hartig]