Benedikt XVI. dankt dem Päpstlichen Kolleg „Russicum“

Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Grundsteinlegung

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ROM, 16. Mai 2008 (ZENIT.org).- „Ich bin hier, um die Gefühle der Dankbarkeit des Heiligen Vaters Benedikt XVI. gegenüber der Gesellschaft Jesu und den vielen Professoren und Mitarbeiter n zum Ausdruck zu bringen, die in diesem langen Zeitraum dazu beigetragen haben, das Russicum zu einem wahren ‚Abendmahlsaal‘ der Spiritualität und der kulturellen Bereicherung zu machen.“ Mit  diesen Worten wandte sich am gestern Abend Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone an die Dozenten und Studenten des Päpstlichen Kollegs „Russicum“. Der Kardinal eröffnete damit die  Feierlichkeiten zum Gedenken der Grundsteinlegung des Kollegs (11. Februar 1928) und überbrachte der Gemeinschaft des Russicums die besonderen Grüße des Papstes.



Benedikt XVI. verfolge mit besonderer Freude die wissenschaftliche und  pastorale Tätigkeit sowie das Engagement in der Lehre. Er wisse um die wertvolle Verbindung, die das Kolleg zwischen Rom und der russisch-christlichen Tradition aufrecht erhalte.

Kardinal Bertone wies darauf hin, dass es Papst Pius XI. war, unter dessen Pontifikat der Grundstein zum Kolleg gelegt wurde, und der es unter den besonderen Schutz der heiligen Teresia von Lisieux gestellt hatte. Er ermutigte die Studenten, die missionarische Berufung der heiligen Kirchenlehrerin im spezifischen Kontext der Kontakte mit der orthodoxen  Kirche zu verwirklichen.

Vor allem seit dem II. Vatikanischen Konzil gebe es eine Zeit des Dialoges und der brüderlichen Begegnung. Diese fördere das gegenseitige Aufeinander-Hören und den gegenseitigen Respekt.

Das Kolleg ist nach Worten des Staatssekretärs ein Ort, an dem diese Begegnung gelebt und praktiziert werde und die Grundlage eines wahren ökumenischen Dialogs wachse – in Offenheit und Achtung. Die Arbeit am Kolleg könne einen „prophetischen Wert“ annehmen, den der Papst sehr schätze. Um dieses Ziel zu erreichen, bedürfe es einer soliden Spiritualität.