Benedikt XVI.: Der Advent, „Zeit des Gebetes“

Generalaudienz im Zeichen des heiligen Bischofs Chromatius

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ROM, 5. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Die Adventzeit lädt zur persönlichen Begegnung mit Gott ein. Das bekräftigte Benedikt XVI. am Mittwochvormittag während der Generalaudienz im Vatikan.

Der Bischof von Rom führte Tausenden von Pilgern aus aller Welt das fruchtbare Wirken des heiligen Bischof Chromatius von Aquileia (*354, † um 407) vor Augen, der seinen Blick nie vom Guten Hirten, Jesus Christus, abgewandt und deshalb die Kraft besessen habe, den Gläubigen selbst in stürmischen Zeiten beizustehen, „sie zu trösten und ihnen die Seele für das Vertrauen in Gott zu öffnen, der seine Kinder nie verlässt“.

Nach Worten Benedikts XVI. erinnert der Heilige den modernen Menschen in seinen Predigten, „dass der Advent eine Zeit des Gebetes ist“. Und zugleich erinnere er ihn an eine grundlegende Wahrheit: „Gott kennt uns; er kennt mich. Er kennt einen jeden von uns. Er hat mich lieb, er verlässt mich nicht. Schreiten wir mit diesem Vertrauen in der liturgischen Zeit voran, die soeben begonnen hat.“

Mit Verweis auf das Beispiel des Bischofs Chromatius bekräftigte der Heilige Vater: „ Beten wir zum Herrn, dass er uns die Furcht nehme. Denn Gott ist uns stets mit seinem Erbarmen nahe; er streitet für uns und führt zum Sieg des Guten.“

Diesen Gebetsappell unterstrich der Papst mit Worten des Heiligen, der seine Gläubigen dazu aufgefordert hatte, Gott inständig darum zu bitten, sie „vor allen Übergriffen der Feinde, vor aller Furcht vor den Gegnern zu befreien“.

Benedikt XVI. setzte dieses Gebet mit Chromatius fort: „Er schaue nicht auf unsere Verdienste, sondern auf seine Barmherzigkeit – er, der auch in der Vergangenheit geruhte, die Kinder Israels nicht um ihrer Verdienste willen, sondern wegen seiner Barmherzigkeit zu befreien. Er behüte uns mit seiner ihm eigenen barmherzigen Liebe, und er wirke für uns, was der heilige Moses den Kindern Israels sagte: ‚Der Herr wird zu eurer Verteidigung kämpfen, und ihr werdet still sein.‘ Er ist es, der kämpft, er ist es, der den Sieg davonträgt… Und auf dass er geruhe, es zu tun, müssen wir so viel wie möglich beten. Er selbst nämlich sagt durch den Mund des Propheten: ‚Rufe mich am Tag des Leidens an; ich werde dich befreien, und du wirst mir Herrlichkeit geben.