Benedikt XVI.: Der Zweite Weltkrieg, bleibende Mahnung für die Menschheit

Liebe, Solidarität und gegenseitige Wertschätzung gehören vorgelebt

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ROM, 7. September 2009 (ZENIT.org).- Der Zweite Weltkrieg war nach Worten von Papst Benedikt XVI. einer der schrecklichsten Kriege überhaupt: ein Krief, der Millionen von Toten gefordert und dem geliebten polnischen Volk viel Leid eingebracht habe; „ein Krieg, der die Tragödie des Holocausts und die Vernichtung weiterer Scharen von Unschuldigen sah“.



Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. am gestrigen Sonntag im Rahmen seines Pastoralbesuchs in Viterbo (vgl. Besuchsprogramm) nach dem Gebet des Angelus an die versammelten Gläubigen. Der Bischof von Rom begrüßte die Teilnehmer des Internationalen Kongresses „Menschen und Religionen“, der von der Gemeinschaft „Sant’Egidio“ und der Erzdiözese Krakau in derselben Stadt organisiert worden war. Das Motto der Tagung, die zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs stattfand, lautete: „Bekenntnisse und Kulturen im Dialog“. Ziel war es, über den Frieden nachzudenken und um weltweiten Frieden zu beten.
 
Benedikt XVI. betonte, wie wichtig es sei, über die dramatischen Geschehnisse von vor 70 Jahren nachzudenken. Dieses Gedenken sollte alle Menschen dazu veranlassen, „ für die Opfer zu beten sowie für all jene, die noch an Leib und Seele verwundet sind“.

Darüber hinaus müsse der Zweite Weltkrieg immer eine Mahnung bleiben; eine Aufforderung, „solche Barbareien nicht zu wiederholen und die Bemühungen zu intensivieren, um in unserer Zeit, die noch immer von Kriegen und Konflikten gezeichnet ist, einen dauerhaften Frieden aufzubauen“. Insbesondere den neuen Generationen sollte eine Kultur und ein Lebensstil vermittelt werden, „die von Liebe, Solidarität und gegenseitiger Wertschätzung geprägt sind“.

Besondere Bedeutung komme hierbei den Religionen zu. Ihr wichtiger Beitrag könne und müsse dazu dienen, „Vergebung und Versöhnung zu fördern - als Gegengewicht zu Gewalt, Rassismus, Totalitarismus und Extremismus, die das Bild des Schöpfers im Menschen entstellen, den Horizont Gottes auslöschen und folglich zur Geringschätzung des Menschen selbst führen.“