Benedikt XVI: Die Auferstehung Christi ist ein Geschehen, keine Spekulation

Im Zentrum der Osterbotschaft das grundlegende Ereignis des christlichen Glaubens

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ROM, Montag, 25. April 2011 (ZENIT.org).- In seiner Osterbotschaft 2011 betonte Benedikt XVI., dass „die Auferstehung Christi nicht das Ergebnis von Spekulation oder mystischer Erfahrung ist, sondern ein Geschehen.“

In seiner Ansprache am Ostersonntag nach dem Mittagsläuten verkündete der Papst vom Balkon des Petersdoms aus vor dem Segen „Urbi et Orbi“ den über siebzigtausend Pilgern, die auf dem Petersplatz versammelt waren, dass „die Auferstehung ein Ereignis ist, das gewiss den geschichtlichen Rahmen überschreitet, sich aber zu einem exakten Zeitpunkt der Geschichte ereignet  und in ihm eine unauslöschliche Prägung hinterlassen hat."

 

Wie schon in den letzten Jahren seit seinem Amtsantritt, so hob der Papst auch in diesem Jahr die historische Tatsache hervor, die das Fundament des Christentums darstellt: „Bis zum heutigen Tag – auch in unserer Zeit der ultratechnologischen Kommunikation – gründet der Glaube der Christen auf der Verkündigung, auf dem Zeugnis der Schwestern und Brüder, die als erste den weggewälzten Stein und das leere Grab gesehen haben.“

„Das Licht, das die am Grab Jesu aufgestellten Wachen blendete, hat Zeit und Raum durchdrungen. Es ist ein anderes, ein göttliches Licht, das die Finsternis des Todes zerrissen und in die Welt den Glanz Gottes gebracht hat, den Glanz der Wahrheit und des Guten“, so der Papst.

Vor einer wahren Blumenpracht, die wie jedes Jahr holländische Gärtner zum Osterfest auf dem Petersplatz bereitet hatten, bekräftigte der Papst in seiner Botschaft,  „wie im Frühling die Strahlen der Sonne die Knospen an den Zweigen der Bäume sprießen und aufbrechen lassen, so verleiht der Strahl, der aus der Auferstehung Christi hervorgeht, jeder christlichen Hoffnung, jeder Erwartung, jeder Sehnsucht und jedem Vorhaben Kraft und Sinn.“

„Im Himmel ist alles Friede und Freude. Aber auf Erden ist es leider nicht so“, bekannte der Papst, der auf seinen zahlreichen Reisen in der Welt „viele schmerzvolle Situationen von Elend, Hunger, Krankheit, Krieg und Gewalt“ gesehen habe.

„Aber gerade deswegen ist Christus gestorben und auferstanden! Er ist gestorben auch wegen unserer Sünden heute und auferstanden für die Erlösung unserer heutigen Geschichte“, schloss der Papst und fasste so die zentrale Botschaft der zweitausend Jahre währenden christlichen Verkündigung zusammen. Danach überbrachte er in 65 Sprachen seine Osterwünsche.

Am Sonntagnachmittag zog sich der Heilige Vater in die päpstliche Residenz von Castel Gandolfo zurück und wird erst wieder am 1. Mai, dem Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit, zur Seligsprechung von Johannes Paul II. nach Rom zurückkehren.   

[Übersetzung aus dem Spanischen von Susanne Czupy]