Benedikt XVI.: Die Engel helfen auf dem Weg der Nachfolge Jesu

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ROM, 2. März 2009 (ZENIT.org).- Die Engel helfen den Christen auf ihrem Weg der Nachfolge Jesu und verkünden die Gegenwart Gottes. Diese Gedanken gab Papst Benedikt XVI. gestern, am ersten Fastensonntag, den Pilgern und Gläubigen mit, die sich zum traditionellen Angelusgebet auf dem Petersplatz versammelt hatten.



Der Heilige Vater begrüßte unter anderem auch Arbeiter und Angestellte der Fabrik des Autokonzerns Fiat in Pomigliano d’Arco. Sie waren gekommen, um für ihre Sorge um die Zukunft dieser Fabrik sowie von Tausenden von Menschen zu demonstrieren, die in ihrer Arbeit direkt oder indirekt von ihr abhängig sind. Benedikt XVI. brachte gegenüber allen sein Mitgefühl zum Ausdruck, die unter der Wirtschaftskrise leiden, und betonte, dass bei wirtschaftlichen Entscheidungen Arbeitnehmern und ihren Familien immer Vorrang eingeräumt werden müsse. Der Papst empfahl sie alle dem Schutz der Jungfrau Maria und des heiligen Josefs an, des Patrons der Arbeiter.

In seinem Kommentar zum Evangelium vom Sonntag über die Versuchungen Jesu in der Wüste durch den Teufel erklärte der Papst, dass Jesus in die Einöde gegangen sei, weil ihn der Heilige Geist nach der Taufe dorthin geführt habe. In der Wüste trete in ihrer lebendigen Dramatik die Wirklichkeit der „kenosis“ hervor, das heißt der „Entäußerung“ Christi, der sich der Gestalt Gottes entkleidet habe. Jesus unterziehe sich der Prüfung und den Versuchungen des Satans, um mit den schwachen Menschen mitzufühlen.

Benedikt XVI. ging anschließend auf die „leuchtenden und geheimnisvollen Gestalten“ der Engel ein, die, wie es im Evangelium heißt, Jesus in der Wüste gedient haben. Der Engel oder „Gesandte“ sei, so Papst Benedikt, eine Sicherheit vermittelnde Gestalt, der Maria und Zacharias die freudigen Ereignisse verkündigt habe, die am Anfang des menschlichen Heils standen, und der dem heiligen Josef Orientierung gegeben habe. Ein Chor von Engeln habe den Hirten die Geburt Jesu verkündet, und Engel seien es gewesen, die den Frauen die freudige Nachricht seiner Auferstehung überbracht hätten.

Abschließend verwies Benedikt XVI auf die Bedeutung der Engel in der Heiligen Schrift und ermutigte alle, die Jesus nachfolgen, die wirksame Hilfe der Engel in Anspruch zu nehmen. Außerdem bat er alle, den Schutz der Engel auch für ihn selbst wie für seine Mitarbeiter in der Römischen Kurie zu erbitten, die seit gestern Nachmittag ihre Fastenexerzitien abhalten. In dieser Woche wird es deshalb keine Audienzen des Papstes geben.