Benedikt XVI.: Die Mächtigen der Welt kommen, um zu erobern

Evangelisierung dagegen bedeutet, Hoffnung und Frieden zu bringen

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VATIKANSTADT, 30. Mai 2011 (ZENIT.org). – Evangelisierung bedeute vor allem, den Völkern Hoffnung, Frieden und eine große Freude zu bringen. Dort, wo das Evangelium ankomme, blühe das Leben. Daran erinnerte Papst Benedikt XVI. beim sonntäglichen Regina-CaeliGebet die versammelten Pilger aus aller Welt.

Die Kraft des Evangeliums habe im Laufe der Jahrhunderte viele Völker als heilsamer Fluss „bewässert“, wie dürres Land, das bewässert werde. Die Apostel hätten in Jesu Christi Namen jede Krankheit des Leibes und der Seele ausgetrieben.

„Einige große Heilige haben Hoffnung und Frieden in ganze Städte gebracht – denken wir an den heiligen Karl Borromäus in Mailand zur Zeit der Pest, an die selige Mutter Theresa in Kalkutta und an die vielen Missionare, deren Namen Gott kennt, die ihr Leben hingegeben haben, um Christus zu verkündigen und um unter den Menschen eine tiefe Freude aufblühen zu lassen“, so der Papst.

Während die Mächtigen dieser Welt versucht hätten, aus politischen und wirtschaftlichen Interessen heraus neues Land zu erobern, seien die Boten Christi überall mit dem Ziel hingegangen, Christus zu den Menschen zu tragen und die Menschen zu Christus, in der Überzeugung, dass nur er die wahre Freiheit und das ewige Leben geben kann.

Der selige Johannes Paul II. sei ein großartiges Beispiel eines solchen wahren Missionars gewesen, der die Sendung „ad gentes“ wieder in Gang gebracht habe.

Papst Benedikt verwies in diesem Zusammenhang auf die noch bis zum 6. Juni 2011 andauernde Ausstellung in Rom über die Reisen seines seligen Vorgängers (ZENIT berichtete). (jb)