Benedikt XVI.: Die Schweizer Gardisten bezeugen die Jugendlichkeit der Kirche

Audienz am Herz-Jesu-Freitag im Vatikan

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ROM, 6. Mai 2005 (ZENIT.org).- Anlässlich der Audienz für 31 Rekruten der Schweizer Garde und deren Familienangehörigen wurde Papst Benedikt XVI. wieder an die Lebendigkeit und Jugendlichkeit der Kirche erinnert. Deshalb wiederholte er für seine Gäste die Worte, die er in der Eucharistiefeier zum offiziellen Beginn seines Pontifikats geprägt hatte: "Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft."



Die Schweizergardisten, die "in der Person des Papstes der ganzen Kirche dienen", könnten und sollten dafür "lebendiges Beispiel und Zeugnis geben", sagte der Heilige Vater am Freitagvormittag in der "Sala Clementina" im Vatikan. Aus den unterschiedlichsten Motiven seien sie nach Rom gekommen, um ihren jugendlichen Schwung und ihre Vitalität ganz in den Dienst der Kirche zu stellen. Ihre christliche Berufung zeige sich im Bemühen, "sich so zu verhalten, dass die Größe des neuen Lebens, das man in der Taufe empfangen hat, jeden Tag neu hervortritt."

Benedikt XVI. bedankte sich für die fast 500-jährigen Dienste der Schweizer Garde, dieser "kleinen Armee mit großen Idealen". Diese Ideale, die "dem Geist Leben geben" würden und für jeden Schweizergardisten lebensnotwendig seien, zählte der Papst in der Folge nacheinander auf: "Festigkeit im katholischen Glauben, überzeugte und überzeugende christliche Lebensweise, unerschütterliche Treue und tiefe Liebe zur Kirche und zum Stellvertreter Christi, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer in der Erfüllung der kleinen und großen Aufgaben des täglichen Dienstes, Mut und Demut sowie echten Sinn für die anderen und Mitmenschlichkeit."

Den Eltern der 31 Rekruten riet der Heilige Vater, die Söhne und all ihre Anliegen "der Fürsprache der heiligen Apostel Petrus und Paulus sowie vieler anderer Heiliger" anzuvertrauen. "Jede echte Wallfahrt bringt uns näher zu Gott, dem Ziel unseres Pilgerwegs." Deshalb zeigte sich der Papst zuversichtlich, dass diese Romtage für alle zu einer wahren Vertiefung des Glaubens und der Verbundenheit mit dem Nachfolger Petri beitragen würden. Abschließend rief er die Fürsprache Mariens an und erteilte den Anwesenden seinen Apostolischen Segen.