Benedikt XVI. empfängt Mitglieder einer christlich-muslimischen Studientagung

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ROM, 30. April 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat heute im Anschluss an die Generalaudienz die Mitglieder des christlich-muslimischen Seminars „Glaube und Vernunft im Christentum und im Islam” empfangen.



Die dreitägige Tagung (28.-30.April) im Vatikan führte führende Mitglieder des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog und acht Delegierte der „Islamic Culture and Relations Organization“ aus Teheran (Iran) zusammen. Die Begegnung wollte zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und zur Förderung des Dialogs beitragen.

Durch den Päpstlichen Rat, dem Kardinal Jean-Louis Tauran vorsteht, werde die Dialogbereitschaft des Papstes mit islamischen Einrichtungen und Vertretern aus verschiedenen Ländern (Libyen, Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien und Iran) verwirklicht, berichtete gestern, Dienstag, der „Osservatore Romano“. In diesem Horizont sei auch der offene Brief von 138 muslimischen Würdenträgern zu sehen (vgl. hierzu auch Antwort des Papstes).

Die Unterzeichner dieses Schreibens werden sich vom 4. bis zum 6. November in Rom aufhalten. Im Vatikan werden sie an einem ähnlichen Seminar teilnehmen und mit dem Heiligen Vater zusammenkommen.

Kurienkardinal Tauran sprach sich in einem ZENIT-Interview über den interreligiösen Dialog für eine Vertiefung des so genannten „Dialogs der Spiritualitäten“ aus. „Das ist etwas, was mir sehr wichtig zu sein scheint: Dialog zwischen Menschen, deren Lebensgrund das Gebet ist, die ein radikales Leben führen, sei es in der christlichen Welt, in der asiatischen Tradition oder im Islam… Schließlich ist der Mensch, wenn er betet, am größten. Versuchen wir also, ihm zu begegnen, wenn er am Höhepunkt seiner Würde ist.”