Benedikt XVI. empfängt neuen Vatikan-Botschafter aus Kamerun

Der Papst mahnt zum notwendigen Einsatz gegen den Waffenhandel

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ROM, 16. Juni 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Vormittag lancierte Papst Benedikt XVI. einen dringlichen Appell an jene Menschen, die mit dem Waffenhandel zu tun haben. Sie alle sollten sich die Frage nach den Folgen ihres Verhaltens stellen.



In seiner Ansprache vor dem neu akkreditierten Botschafter beim Heiligen Stuhl der afrikanischen Republik Kamerun sprach der Heilige Vater den Wunsch aus, dass sich die internationale Gemeinschaft gemeinsam mit den Autoritäten vor Ort einsetzen mögen, damit der oft so lukrative Waffenhandel eingedämmt und tatsächlich der Friede als Hauptziel aller Länder anvisiert werde. Der neue Vatikan-Botschafter von Kamerun, Antoine Zanga (Jahrgang 1947), leitete von 2004 bis 2008 das Ministerium für Post- und Telekommunikation und ist Vater von fünf Kindern.

Nach der herzlichen Begrüßung des Diplomaten ermutigte der Heilige Vater die Gläubigen in Kamerun, sich gemeinsam mit ihren Landleuten „für die Gestaltung des soziale Lebens, die Entwicklung der Nation und das Wohlergehen aller“ einzusetzen und dabei die „grundlegenden menschlichen und christlichen Werte“ zur Geltung kommen zu lassen. Gleichzeitig brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die internationale Gemeinschaft ihren Beitrag dazu leisten könne, „den Teufelskreis der Unterentwicklung und extremen Armut zu durchbrechen“. Die Politiker in Kamerun forderte er zur engagierten Bekämpfung jeder Form von Korruption auf.

Die vielen Kriegsflüchtlinge, die in dem afrikanischen Land Aufnahme gefunden haben, veranlassten den Heiligen Vater, die Staaten in der gesamten Region aufzurufen, immer mehr den Erfordernissen der Sicherheit und des Friedens zu entsprechen. In diesem Zusammenhang erinnerte Benedikt XVI. an den tragischen Tod von Msgr. Yves Plumey, des Jesuitenpaters Engelberg Mveng und des deutschen Klaretaners Anton Probst.

Eine der grundlegenden Pflichten der politischen Verantwortungsträger besteht für den Papst darin, dass sie ihren Bürgern eine soziale Situation bieten, die von Frieden und Eintracht gezeichnet ist. Spannungen und Unzufriedenheit, die zu Konflikten führen könnten, sollten abgebaut werden. Der Dialog und die Achtung der berechtigten kulturellen Verschiedenheit von sozialen und ethnischen Gruppen sollten vorherrschen, damit eine Nation aufgebaut und geeint werden könne.