Benedikt XVI. empfiehlt das VI. Weltfamilientreffen der Mutter Gottes

Angelus-Ansprache am Hochfest Taufe des Herrn

| 739 klicks

ROM, 12 Januar 2009 (ZENIT.org). Am Fest der Taufe des Herrn erklärte Papst Benedikt XVI. am gestrigen Sonntag vor dem traditionellen Angelusgebet, worin das Wesen der Taufe besteht. Gleichzeitig erinnerte der Heilige Vater an das VI. Weltfamilientreffen in Mexiko-Stadt, das er in besonderer Weise der Fürsprache Marias empfahl.



Die Taufe Christi am Jordan sei der erste Akt im öffentlichen Leben gewesen, von dem alle vier Evangelien berichteten, erklärte Papst Benedikt. Mit der Herabkunft des Heiligen Geistes auf den Sohn und durch die Worte des Vaters: „Du bist mein geliebter Sohn“ werde offenbar, dass das ewige Leben in der Gotteskindschaft bestehe.

Benedikt XVI. ging anschließend - an dem Tag, an dem der Papst, wie es der Tradition entspricht, in der Sixtinischen Kapelle 13 Neugeborenen die Taufe gespendet hatte - auf das Wesen des Sakraments ein. Dieses bestehe in der „wunderbaren Wirklichkeit“, dass der Mensch „in die einmalige und einzigartige Beziehung Jesu mit dem Vater aufgenommen wird“. Jeder Mensch, der aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neu geboren wird, werde zu einem Kind Gottes.

Würden die Menschen sich des großen Geschenks der Taufe bewusst sein, so der Papst, so wäre ihr Leben ein unaufhörliches „Danke“. Für die christlichen Eltern, die aus ihrer Liebe ein neues Geschöpf hervorgehen sahen, sei es eine große Freude, es zum Taufbecken zu bringen und zu sehen, wie es aus dem Schoß der Kirche für ein Leben neu geboren werde, das kein Ende habe.

„Geschenk, Freude, aber auch Verantwortung! Und die Eltern müssen nämlich zusammen mit den Paten die Kinder gemäß dem Evangelium erziehen.“ In diesem Zusammenhang ging Benedikt XVI. schließlich auf den kommenden VI. Weltfamilientag in Mexiko ein, der unter dem Thema steht: „Die Familie, Erzieherin zu menschlichen und christlichen Werten“.

Drei Momente werden das Meeting auszeichnen, wie der Heilige Vater erklärte. Nach dem theologisch pastoralen Kongress sei eine Zeit des Feiern und der Zeugnisse vorgesehen, die die Schönheit der Begegnung unter Familien aus der ganzen Welt herausstellen werde. Die abschließende Eucharistiefeier solle Danksagung für das Geschenk der Ehe, der Familie und des Lebens sein.

Papst Benedikt bekräftigte seinen Wunsch, nicht nur durch Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone, seinem Sondergesandten in Mexiko anwesend zu sein, sondern auch durch sein Gebet sowie im Rahmen einer Videokonferenz-Schaltung.