Benedikt XVI. empfing Präsidentschaft des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen

Die Förderung der christlichen Einheit, zentrales Thema der vertraulichen Unterredung

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ROM, 27. April 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. empfing am Donnerstagvormittag den Budapester Erzbischof Peter Kardinal Erdö und die übrigen Mitglieder der Präsidentschaft des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) im Vatikan.



Die Begegnung bildete den krönenden Abschluss eines „kleinen Ad-limina-Besuchs“ in den verschiedenen Dikasterien des Vatikans, berichtete der Zagreber Erzbischof Josip Kardinal Bozanic, Vizevorsitzender des CCEE, bei einer Pressekonferenz in den Räumen von „Radio Vatikan“.

Der Primas von Kroatien erläuterte, dass diese Art von informellen Besuchen unter Papst Johannes Paul II. begonnen hatte und zur Gewohnheit geworden war.

P. Aldo Giordano, Generalsekretär der CCEE, informierte die Journalisten darüber, dass der Papst zur Versöhnung unter den Christen ermutigt habe. „Er redete mit uns über das Projekt der ökumenischen Versammlung, die wir im kommenden September in Sibiu, Rumänien, haben werden.“ Darüber hinaus habe Benedikt XVI. die Bedeutung der Beziehungen zwischen den Kirchen in Ost und West hervorgehoben, insbesondere der Beziehungen mit der orthodoxen Kirche.

Zum ökumenischen Treffen in Sibiu wies Msgr. Giordano darauf hin, dass es sich hierbei um eine „Wallfahrt“ handle, die rund 2.500 Delegierte aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen christlichen Konfessionen zusammenführe.

Die erste Etappe dieses Pilgerwegs hatte im Januar 2006 in Rom stattgefunden, um die katholische Tradition kennen zu lernen und besser zu verstehen. Die zweite Etappe in Wittenberg, der Heimat Luthers, diente dazu, mit der Tradition der Reformation vertraut zu machen. Die dritte Etappe soll nun in die orthodoxe Tradition einführen.