Benedikt XVI. ermutigt Bischöfe aus Honkong und Macao, Zeugen der Liebe Christi zu sein

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ROM, 27. Juni 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. empfing heute die Bischöfe aus Hongkong und Macao zu ihrem „Ad-limina“-Besuch im Vatikan. Bei dieser Gelegenheit hielt er eine Ansprache, in der er sie ermutigte, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.



Alle fünf Jahre besuchen die Bischöfe jeder Diözese den Heiligen Vater und die Dikasterien des Vatikans, um von der Lage des Glaubens in ihrer Region zu berichten und gleichzeitig ein Wort der Ermutigung zu erhalten.

Papst Benedikt erklärte den Hirten, dass ihr Besuch eine Gelegenheit darstelle, um ihr Versprechen zu erneuern, „Jesus durch das Zeugnis von seiner Liebe und der Wahrheit des Evangeliums in der Kirche noch sichtbarer zu machen“. Ganz besonders die Diözesen Hongkong und Macao seien gerufen, Zeugnis zu geben, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken und das Evangelium trotz aller Herausforderungen zu verkünden.

Aufgabe und Pflicht der Kirche sei es zu evangelisieren – „damit jeder Mensch Jesus Christus kennen lernen kann“, hob der Heilige Vater hervor. Die Mission der Kirche finde heute im Kontext der Globalisierung statt.

Diesbezüglich habe er vor kurzem festgestellt, welche Kräfte bei der Globalisierung mitwirkten, die die Menschheit zwischen zwei Pole gestellt habe. Einerseits gebe es kulturelle Bande, die die gemeinsame Verantwortung verkündeten und sich für das Wohl der Menschheit einsetzten, auf der anderen Seite gebe es jedoch auch Zeichen, die Angst bereiteten. „Es sind die Zeichen der Fragmentierung und des Individualismus, die vom Säkularismus dominiert sind. Diese negativen Aspekte führen uns dazu, zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aufzurufen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen: die Förderung des spirituellen und moralischen Pflichtbewusstsein der Menschen“.

Daher sei die Ausbildung und Schulung der jungen Priester sehr wichtig, um all diesen Entwicklungen entgegenzutreten, fuhr Benedikt XVI. fort. Diese Ausbildung der jungen Priester sei zwar zu allen Zeiten wichtig, aber in unserer Zeit sei sie von besonderer Bedeutung, da sie dem Zweck der Neuevangelisierung diene.

Die pastorale Sorge der Bischöfe Hongkongs und Macaos solle vor allem die gottgeweihten Männer und Frauen betreffen, die die Eigenschaften Jesu in der Welt sichtbar machten: Keuschheit, Armut und Gehorsam.

Papst Benedikt sprach auch über die Rolle der katholischen Schulen, die „einen wertvollen Beitrag für die intellektuelle, spirituelle und moralische Formung der neuen Generationen leisten“. Deshalb müsse man die Frauen und Männer, die katholische Schulen leiten oder in ihnen arbeiten, besonders dankbar sein. Auch sie seien gerufen, in besonderem Maße Zeugen der Liebe Christi zu sein, vor allem durch ihre Nähe zu den Schülern und deren Eltern. Der Papst versicherte, dass er um die Herausforderungen dieser Schulen wisse. „Ich bin bei euch! Sorgt euch darum, dass dieser Dienst nicht wegfällt.“

In ihrer Sendung als Priester sollten sich die Bischöfe beim Heiligen Geist Stärkung suchen, der die Kirche „verteidigt, leitet und schützt. Ermutigt die Gläubigen dazu, alles anzunehmen, was der Geist schenken möchte!“ Die Bischöfe sollten auch die Mitglieder der so genannten „neuen Bewegungen“ unterstützen, da sie „Schulen der Eucharistie und der Gegenwart Christi“ seien.

„Ich bin euch für eure Zuwendung und Hingabe an den Heiligen Stuhl sehr dankbar“, so Papst Benedikt XVI., der seinen Gästen zu allen Erfolgen gratulierte, die sie erzielt hatten, und er ermutigte sie, weiterhin nach geeigneten Möglichkeiten zu suchen, um die christliche Botschaft der Liebe zu verkünden. „Wenn ihr das tut, werdet ihr euren Brüdern und Schwestern die Unerschöpflichkeit für die Erneuerung durch das Evangelium zeigen.“

Abschließend ermutigte der Papst die Hirten der Diözesen Hongkong und Macao an ihrer Mitwirkung am Leben der Kirche im chinesischen Festland festzuhalten, sowohl durch das Bereitstellen von Mitarbeitern, als auch durch unterstützende Initiativen. „Wir dürfen niemals vergessen, dass Christus auch für China Lehrer, Priester und liebender Erlöser ist. Die Kirche darf das nicht unausgesprochen lassen.“