Benedikt XVI. ermutigt junge Menschen, gegen den Strom zu schwimmen

Empfang für die Teilnehmer des UNIV-Studentenkongresses 2008

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ROM, 19. März 2008 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. erklärte heute Vormittag mehr als 3.500 jungen Menschen, was Christsein auch bedeutet: in der Schule, an der Universität oder am Arbeitsplatz gegen den Strom zu schwimmen.



Der Heilige Vater empfing an seinem Namenstag, dem Fest des heiligen Josef – der liturgische Gedenktag war aufgrund der Karwoche auf vergangenen Samstag vorverlegt worden –, im Petersdom die Teilnehmer der 41. Ausgabe des internationalen Studententreffens UNIV (www.univforum.org).

„Ihr wisst, dass es dank eines ernsthaften persönlichen Engagements, das von den Werten des Evangeliums inspiriert wird, möglich ist, angemessen auf die großen Fragen der Gegenwart zu antworten“, sagte der Papst zu Jugendlichen und Studierenden aus aller Welt. Letztere kamen von 208 verschiedenen Universitäten.

„Der Christ weiß, dass Wahrheit, Ethik und Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind. Jede wahre kulturelle Manifestation trägt dazu bei, das Gewissen zu bilden und den Menschen dazu anzuregen, sich selbst zu übertreffen, damit die Gesellschaft besser wird.

So fühlt man sich gegenüber der Wahrheit verantwortlich, in deren Dienst man die eigene persönliche Freiheit stellen muss. Es handelt sich hierbei sicherlich um eine anspruchsvolle Aufgabe, und damit der Christ sie erfüllen kann, ist er berufen, Jesus nachzufolgen, indem er durch Gebet und Kontemplation eine intensive Freundschaft mit ihm pflegt.

Freunde Christi zu sein und ihn gerade dort zu bezeugen, wo wir uns aufhalten, erfordert außerdem das Bemühen, gegen den Strom zu schwimmen und sich an die Worte des Herrn zu erinnern: Ihr seid in der Welt, aber ihr seid nicht von der Welt.

Schreckt also, wenn es notwendig ist, nicht davor zurück, nonkonformistisch zu sein – auf der Universität, in der Schule und überall sonst“, ermutigte der Heilige Vater seiner Gäste.

Das Motto des diesjährigen UNIV-Kongresses lautet: „Sein, scheinen, mitteilen: Unterhaltung und Glücklichsein in der Multimedia-Gesellschaft“. Es handelt sich um eine Initiative, die auf den heiligen Josemaría Escrivá de Balaguer, Gründer des Opus Dei, zurück geht. Der erste Kongress dieser Art fand 1968 statt.

Tausende Universitätsstudenten und Professoren haben so in den vergangenen vier Jahrzehnten im universalen Ambiente des Zentrums der Christenheit dank der Sonderaudienzen, die Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. den UNIV-Teilnehmern gewährten, ihre eigenen Horizonte erweitern können.