Benedikt XVI. ermutigt zur Nachahmung des heiligen Vinzenz von Paul

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ROM, 27. September 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat den jungen Menschen den heiligen Vinzenz von Paul, Apostel der Hilfsbedürftigen des XVII. Jahrhunderts, als Vorbild der Nächstenliebe vor Augen geführt.



Am Ende der Generalaudienz begrüßte der Papst am Mittwoch auf dem Petersplatz insbesondere die Jugendlichen, die Kranken und auch die Frischvermählten. Den jungen Menschen wünschte er, dass das Beispiel des Heiligen sie dazu anspornen möge, ihre Zukunft „als großzügigen Dienst am Nächsten“ zu betrachten und entsprechend zu gestalten.

An die Kranken gewandt, von denen einige im Rollstuhl gekommen waren, schlug der Heilige Vater den französischen Heiligen als Fürsprecher vor, um „im Leiden den Trost Christi zu erfahren“.

Als sich Benedikt XVI. schließlich von den frisch vermählten Paaren verabschiedete, von denen einige im Hochzeitsgewand erschienen waren, wünschte er ihnen, dass Vinzenz von Paul ihnen Mut machen möge, um sich in ihren Familien immer auch beständig der Armen anzunehmen.

Der Gedenktag des heiligen Vinzenz von Paul (1581-1660) wird jedes Jahr am 28. September begangen. Der französische Priester gründete die Kongregation der Mission, deren Angehörige Lazaristen oder auch Vinzentiner genannt werden. Sie widmen sich der Ausbildung des Klerus und dem Dienst an den Armen. Sein Werk vermochte der Heilige dank der Hilfe der heiligen Luisa de Marillac und der Gründung der Kongregation der Töchter der Nächstenliebe zu vollenden.

Als der heilige Vinzenz als Gemeindepriester in den Pariser Außenbezirken wirkte, wurde er zum Anwalt der Schutzlosen, deren Rechte er vor den Mächtigen verteidigte. Die Königin von Frankreich erfand für ihn das „Ministerium der Nächstenliebe“. Als außerordentlicher „Minister“ organisierte er so im ganzen Land die Hilfe für die Armen.

Vinzenz von Paul starb am 27. September 1660 in Paris. 1737 wurde er zur Ehre der Altäre erhoben.