Benedikt XVI.: Flüchtlinge aufzunehmen ist eine Pflicht

Zum Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen

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ROM, 22. Juni 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. erinnerte gestern, Sonntag, die Gläubigen und Pilger nach der Heiligen Messe in San Giovanni Rotondo daran, dass es eine Pflicht sei, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Papst forderte Einzelpersonen und Institutionen dazu auf, alles in ihrer Kraft Stehende zu tun, um die Ursachen des bedauerlichen Phänomens zu beseitigen.

Benedikt XVI. nahm in seiner Ansprache vor dem Angelusgebet auf das Flüchtlingsproblem Bezug, da am 20. Juni der UN-Weltflüchtlingstag begangen worden war.

Laut Angaben des Hohen Kommissariats der Vereinten Nationen für die Flüchtlinge, die sich auf das Jahr 2008 beziehen, sind 42 Millionen Menschen weltweit aufgrund von Kriegen und Verfolgungen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. 16 Millionen davon suchen in anderen Staaten um Asyl an, während 26 Millionen als so genannte „Binnenflüchtlinge" in ihrer Heimat auf der Flucht sind. 80 Prozent der Flüchtlinge werden von Entwicklungsländern aufgenommen.

Papst Benedikt XVI. rief insbesondere dazu auf, angesichts der schwierigen und manchmal sogar dramatischen Situation, in denen sich all diese Menschen befinden, für die Flüchtlinge zu beten.

„Die Menschen, die in anderen Ländern Zuflucht suchen und vor Situationen des Krieges, der Verfolgung und der Katastrophen fliehen, sind zahlreich", so der Papst. Sie aufzunehmen, sei zwar mit Problemen verbunden, „ist jedoch geboten".