Benedikt XVI. fordert eigenständigen libanesischen Staat

Grußbotschaft zum Begräbnis des ermordeten Politikers Pierre Gemayel

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ROM/BEIRUT, 24. November 2006 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. spricht sich für einen „autonomen und immer brüderlicheren“ Libanon aus.



In einer Botschaft, die während des Begräbnisses für den ermordeten christlichen Politiker Pierre Gemayel in Beirut verlesen wurde, bringt der Heilige Vater seine tiefe Betroffenheit über den gewaltsamen Tod des libanesischen Industrieministers zum Ausdruck. Er bittet den Herrn, dass er ihn, „der sich im öffentlichen Leben dem Dienst an seinem Land und seinen libanesischen Geschwistern verschrieben hat“, in sein Königreich aufnehmen möge.

Das Begräbnis wurde von Kardinal Nasrallah Sfeir, des maronitischen Patriarchen von Antiochien und des Ganzen Ostens, im Georgsdom zelebriert. Pierre Gemayel, 34, war am Dienstag in Beirut auf offener Straße erschossen worden.

Benedikt XVI. hofft, „dass sich alle Libanesen unter diesen Umständen besonders wohlwollend gegenüberstehen, dass sie sich in neuer Weise für den Aufbau eines autonomen und immer brüderlicheren Libanon einsetzen werden und dabei die aktive Teilnahme aller Mitglieder der Gesellschaft sicherstellen“.