Benedikt XVI. fordert ein Ende des Terrorismus in Nigeria

Der Papst rät von Vergeltungsangriffen ab

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VATIKANSTADT, 21. Juni 2012 (ZENIT.org). - Benedikt XVI. hat nach der gestrigen Audienz die Attentate in Nigeria verurteilt, wo die Gewalt der militanten Islamistengruppe Boko Haram gegen Christen nicht abreißt. Letzten Sonntag wurden Bombenanschläge auf drei christliche Kirchen verübt (ZENIT berichtete).

In seinem Appell im Anschluss an die Generalaudienz äußerte der Papst seine „tiefe Sorge“ über „das Fortbestehen der besonders gegen gläubige Christen gerichteten Terrorakte“.

Dem örtlichen Roten Kreuz zufolge forderte die Gewalttat vom Sonntag mindestens 50 Menschenleben. Dem Bombenanschlag waren zahlreiche Anschläge auf christliche Kirchen vorausgegangen.

Benedikt XVI. setzte seinen Appell folgendermaßen fort: „Während ich das Gebet für die Opfer und die Leidenden erhebe, appelliere ich an die Verantwortlichen für diese Gewalttaten, auf dass sie dem Blutvergießen vieler Unschuldiger unverzüglich ein Ende setzen. Ich spreche auch meine Hoffnung auf die volle Zusammenarbeit aller Komponenten der nigerianischen Gesellschaft aus, damit der Weg der Rache nicht weiterverfolgt wird, sondern alle Bürger zum Bau einer friedlichen und versöhnten Gesellschaft beitragen, in der das Recht auf das freie Bekenntnis des eigenen Glaubens voll geschützt wird.“

Die Bombenanschläge hatten Gegengewalt hervorgerufen infolge derer zahlreiche Menschen ihr Leben verloren.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]