Benedikt XVI. fordert Ende der Gewalt im Libanon und im Gazastreifen:

| 556 klicks

ROM, 29. Januar 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat eindringlich zur Beilegung der Gewalt im Libanon und im Gazastreifen aufgerufen.



Der Heilige Vater betonte am Sonntag nach dem Angelus-Gebet mit Blick auf die bürgerkriegsähnlichen Zustände im Libanon, dass es „inakzeptabel“ sei, den Weg der Gewalt zu beschreiten, „um die eigenen politischen Ansichten zu verteidigen“. Er wisse, dass viele Libanesen angesichts der gegenwärtigen Zustände versucht seien, jegliche Hoffnung fahren und sich vom Gefühl der Entmutigung übermannen zu lassen.

Mit einem Wort von Kardinal Nasrallah Pierre Sfeir, des Patriarchen der Maroniten im Libanon, verurteilte der Papst die „brudermörderischen Zusammenstöße“. An die Christen des Libanons appellierte er eindringlich, „Förderer eines echten Dialogs zwischen den verschiedenen Volksgruppen zu sein“, ehe er sie dem Schutz Unserer Lieben Frau vom Libanon anvertraute.

Der Heilige Vater richtete auch eine konkrete Bitte an Gott: „dass alle Libanesen unterschiedslos in der Lage und auch gewillt sind, zusammenzuarbeiten, um aus ihrer Heimat ein echtes gemeinsames Zuhause zu machen; dass sie diese egoistischen Haltungen überwinden, die sie daran hindern, sich aufrichtig für ihr Land einzusetzen“.

Benedikt XVI. nahm auch auf die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Hamas- und der Fatah-Bewegung im Gazastreifen Bezug: Er versicherte der Not leidenden Bevölkerung seine „geistige Nähe“ und unterstrich, dass er vor allem dafür bete, „dass in allen die Bereitschaft vorherrschen möge, zugunsten des Gemeinwohls zusammenzuarbeiten und friedvolle Wege einzuschlagen, um die Differenzen und Spannungen zu überwinden“.

Nach seinem Appell zur Beendigung der kriegerischen Konflikte im Nahen Osten begrüßte der Bischof von Rom einige Kinder der Katholischen Aktion. Sie hatten sich auf dem Petersplatz eingefunden, um feierlich das Ende dieses Monats zu begehen, der mit dem Weltfriedenstag begonnen hatte.

In diesem Sinn schenkte der Papst zwei weißen Tauben die Freiheit und sagte zu den jungen Leuten: „Diese Tauben sind Symbole des Frieden. Ihr aber seid die wahren Boten des Friedens.“