Benedikt XVI. fordert Frieden in Gaza und die Freilassung von entführten Kindern in Afrika

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ROM, 6. Januar 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Fest der Heiligen Drei Könige, das offiziell „Erscheinung des Herrn“ genannt wird, erneuerte Papst Benedikt XVI. seinen Friedensappell für den Gazastreifen. Ein Ende der Militäroffensive Israels, die bereits elf Tag lang dauert, ist trotz zahlreicher Appelle nicht in Sicht. Die Raketenangriffe der Hamas gehen ebenfalls weiter, und die Not in Palästina wird immer größer. Caritas Internationalis, die ihren Sitz in Rom hat, weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass es der Bevölkerung an allem mangle. Rund 600 Palästinenser sollen bisher getötet worden sein.



Papst Benedikt bekundete nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz seine große Sorge angesichts der bewaffneten Auseinandersetzungen im Gazastreifen und bekräftigte von neuem, „dass Hass und Dialogverweigerung nur zu Krieg führen“. Vor allem aber nütze er die Begegnung mit Tausenden von Menschen aus aller Welt, um alle zu ermutigen, „denen der Frieden am Herzen liegt und die versuchen, Israelis und Palästinensern zu helfen, damit sie es schaffen, sich an einen Tisch zu setzen und miteinander zu sprechen.“ Der Papst segnete die Initiativen dieser Menschen und nannte sie „mutige Friedensstifter“.

Da am Hochfest der Erscheinung des Herrn mancherorts auch ein „Fest der Kinder“ gefeiert wird, gedachte der Bischof von Rom auch aller Kinder. Sie seien „der Reichtum und der Segen der Welt“. In besonderer Weise legte der Papst den Gläubigen das Schicksal derer ans Herz, die ihrer Kindheit beraubt werden.

„Ich möchte die Aufmerksamkeit insbesondere auf jene Dutzenden von Kindern lenken, die in diesen letzten Monaten, die Weihnachtszeit eingeschlossen, in der östlichen Provinz der Demokratischen Republik Kongo von bewaffneten Banden entführt worden sind… Ich appelliere an die Urheber derartiger unmenschlicher Brutalität, damit sie die Kinder ihren Familien und ihrer Zukunft zurückerstatten, einer Zukunft in Sicherheit und mit Fortschritt, worauf sie zusammen mit der teuren Bevölkerung ein Recht haben. Zugleich möchte ich meine geistige Verbundenheit mit der Ortskirche zum Ausdruck bringen, die ebenso davon betroffen ist, Menschen wie Werke, während ich die Hirten und Gläubigen ermahne, in der Hoffnung stark und fest zu sein.“

Schließlich machte Benedikt XVI. darauf aufmerksam, dass in diesem Jahr der 20. Jahrestag der Konvention der Rechte der Kinder gefeiert werden wird – „ein Engagement, das zu erneuern die internationale Gemeinschaft zur Verteidigung, zum Schutz und zur Förderung der Kindheit in der ganzen Welt aufgefordert ist“.

Mit Blick auf den Kindermissionstag, der ebenfalls heute begangen wird, ermutigte rt dazu, den Kindern zu helfen, „Protagonisten ihrer Zukunft zu sein“, und verwies zugleich auf die wichtige Rolle, die Kinder und Jugendliche bei der Verbreitung des Evangeliums und in karitativen Werken spielen. „Der Herr vergelte es ihnen!“