Benedikt XVI.: Gerade im Gesundheitsbereich ist gute \"Formung des Gewissens unerlässlich\"

Mehr Wissen erfordert mehr Unterscheidungshilfen

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ROM, 22. November 2005 (ZENIT.org).- Angesichts des wissenschaftlichen Fortschritts und der damit verbundenen ethischen Probleme sprach Papst Benedikt am Wochenende von der Notwendigkeit, das eigene Gewissen ausreichend zu bilden.



Zum Abschluss des vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst organisierten internationalen Kongresses über \"Das menschliche Genom\" betonte der Heilige Vater am Samstag im Vatikan, dass ein neuer Schwung im Gesundheitsdienst nötig sei. Das bedeute unter anderem, dass man sich mit diesem Thema ausführlich auseinandersetzen und dabei auch die immer weit reichenderen Kenntnisse mit einbeziehen müsse, die über die Medien verbreitet würden. Aufgrund dieser Entwicklung sei es immer häufiger so, \"dass nicht nur die gesetzgebenden Personen, sondern auch die Bürger selbst dazu berufen sind, ihre Meinung zu hochwissenschaftlichen, komplizierten Fragestellungen zu äußern. Fehlt die entsprechende Erziehung oder Bildung des Gewissens, dann werden oft falsche Werte und fehlerhafte Informationen in der öffentlichen Meinung vorherrschen und als Orientierung dienen.\"

Aus diesem Grund stünden alle, die im Gesundheitswesen tätig sind, vor einer \"essentiellen Aufgabe\": \"die Formung von Seelsorgern und Erziehern so einzurichten, dass diese fähig werden, die ihnen zukommende Verantwortung auf sich zu nehmen und dabei ihrem Glauben treu zu bleiben und zugleich in einem respektvollen und loyalen Dialog zu den Nichtgläubigen zu stehen.\" Gerade in diesem Bereich sei deshalb \"eine tiefgehende und klare Formung des Gewissens unerlässlich\", betonte der Papst. \"Die gegenwärtigen wissenschaftlichen Errungenschaften betreffen das Leben der gesamten Familie und verwickeln sie in unvorhergesehenen und sehr heiklen Wahlmöglichkeiten, denen man mit Verantwortung begegnen muss.\"