Benedikt XVI.: Gottes Heil erfahren und seine Liebe weitergeben

Ansprache zum Angelus-Gebet

| 542 klicks

ROM, 30. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag Zehntausende von Gläubigen dazu aufgerufen, „allen die Liebe Gottes zu verkünden“.



Der Heilige Vater wies anhand des Sonntagsevangeliums darauf hin, dass der Glaube ein „Weg der Erleuchtung“ sei, der sein Ziel in der persönlichen Begegnung mit Christus habe. Um diesen Weg zu beschreiten, sei es allerdings notwendig, demütig zu sein und anzuerkennen, dass einem geholfen werden müsse; es gelte, sich selbst als „heilsbedürftig“ zu erfahren. Erst dann könne sich Christus offenbaren und den Menschen dazu bringen, „ihm auf dem Weg der Liebe zu folgen“ und das Evangelium weiterzugeben.

„Die Wiederentdeckung des Werts der eigenen Taufe“, so Benedikt XVI. weiter, „ist die Grundlage für den missionarischen Einsatz jedes Christen, weil wir im Evangelium sehen: Wer sich von Christus faszinieren lässt, kommt nicht umhin, Zeugnis abzulegen von der Freude, ihm in seinen Spuren nachfolgen zu dürfen. In diesem Oktober, der besonders der Mission gewidmet ist, verstehen wir noch mehr, dass wir gerade durch die Taufe eine Berufung zur Mission besitzen, die unserer Natur entspricht.“

Der Bischof von Rom unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung des wertvollen Dienstes der Tauf- und Firmvorbereitung sowie des Erstkommunionsunterrichts.

Nach dem Angelus begrüßte er die Pilgergruppen aus den verschiedenen Teilen der Welt. Zu seinen Landsleuten und allen Anwesenden aus dem deutschen Sprachraum sagte er: „Im heutigen Sonntagsevangelium bittet der blinde Bartimäus, Jesus möge ihn wieder sehend machen. Eine gesunde Sehkraft ermöglicht es uns, den Mitmenschen ganz wahrzunehmen und ihm wirklich nahe zu sein. Bitten wir den Herrn, dass er uns die Augen öffne, um im anderen den Bruder und die Schwester zu sehen, die unsere Liebe und Zuwendung brauchen.“