Benedikt XVI.: Heiligkeit ist etwas für Alt und Jung

Päpstlicher Weihnachtsempfang für die jungen Mitglieder der Katholischen Aktion Italiens

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ROM, 20. Dezember 2007 (ZENIT.org).– Das „so einfache und dennoch so bedeutungsvolle“ Leben der im Alter von sechs Jahren gestorbenen Antonia Meo, die an Knochenkrebs litt, ist nach Worten Benedikts XVI. Beweis dafür, „dass Heiligkeit etwas für jedes Alter ist: für Babys und für junge Menschen, für Erwachsene und Ältere“.



Auf das italienische Mädchen, das nach den Erkenntnissen der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und des Papstes ein kurzes, aber heroisches Leben geführt hatte (vgl. ZENIT vom 19. Dezember), kam Benedikt XVI. heute, Donnerstag, während des traditionellen Weihnachtsempfangs für die jungen Mitglieder der Katholischen Aktion Italiens (ACI) zu sprechen.

Nachdem der Heilige Vater ACI-Präsident Luigi Alici und Bischof Domenico Sigalini, den geistlichen Begleiter der Vereinigung, begrüßt hatte, wies er darauf hin, dass „Nennolina“, wie Antionia Meo von ihren Freunden und Verwandten genannt wurde, während ihres kurzen irdischen Lebens einen besonders starken Glauben gehabt habe, eine ebensolche Hoffnung und eine sehr tiefe Liebe.

„Rasch ist sie der ‚Straße‘ hinuntergefahren, die zu Jesus führt… Er ist tatsächlich der wahre ‚Weg‘, der zum Vater führt, zu seiner und unserer endgültigen Heimat, die der Himmel ist.“

Benedikt XVI. erinnerte seine jungen Gäste daran, dass Jesus deshalb auch der Weg zum wahren Leben sei: „zu jenem Leben, das niemals zu Ende geht“. Mitunter handle es sich dabei um einen „steilen und engen Weg“; lasse man sich aber von der Attraktivität Jesu begeistern, dann sei dieser Weg immer etwas so Gewaltiges wie ein Bergpfad: „Je höher man hinaufkommt, desto einfacher wird es, neue Aussichten zu bestaunen, die jedes Mal schöner und unermesslicher sind. Die Reise macht müde, aber wir sind nicht allein… Wichtig ist, dass wir unseren Weg nicht aus den Augen verlieren, dass wir ihn nicht verfehlen. Sonst laufen wir Gefahr, in den Abgrund zu stürzen oder uns in den Wäldern zu verirren.“

Um den Menschen diesen Weg zu erschließen, habe Gott Mensch werden wollen, fuhr der Heilige Vater fort. „Dadurch, dass er ein Kind wurde, machte er sich selbst zu diesem ‚Weg‘ – also für junge Menschen wie Ihr es seid: Er war wie Ihr, er war genauso alt wie Ihr.“

Abschließend lud Benedikt XVI. alle dazu ein, diesem Weg Christi „gemeinsam und flott“ zu folgen und in Kirche und Gesellschaft zu bezeugen, „dass das ein wunderschöner Weg ist. Es ist wahr, dass er Einsatz verlangt, aber er führt zu wahrer Freude.“