Benedikt XVI. in L’Aquila: Basilika Santa Maria di Collemaggio

„Es ist schlimmer, als ich gedacht hatte“

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ROM, 28. April 2009 (ZENIT.org).- Nach seinem Aufenthalt in Onna begab sich Benedikt XVI. heute, Dienstag, in die Hauptstadt der Region der Abruzzen, L’Aquila. Am Rand der 70.000 Einwohner-Stadt besuchte der Heilige Vater zunächst die Basilika Santa Maria di Collemaggio, in der die sterblichen Überreste Papst Coelestins V. (1215-1296) verehrt werden.



Von Erzbischof Giuseppe Molinari, dem Hausherren, begleitet, konnte sich Benedikt XVI. von den schweren Schäden überzeugen, die die aus dem 13. Jahrhundert stammende romanische Basilika erlitten hatte. Große Teile des Chorgestühls und Teile des Seitenschiffs sind eingestürzt. „Es ist schlimmer, als ich gedacht hatte, als ich es im Fernsehen sah“, sagte der sichtbar bewegte Papst leise vor den ihn begleitenden Personen.

Benedikt XVI. ehrte die Reliquien seines heiligen Vorhängers, die von der Feuerwehr unversehrt aus den Trümmern der Basilika gerettet worden waren, mit der Niederlegung des päpstlichen Palliums, das er seit dem Beginn seines Petrusamtes bis zum Frühjahr 2008 getragen hatte.

Der Papst verharrte einige Augenblicke im stillen Gebet und segnete anschließend die anwesenden Priester und das Sicherheitspersonal der Basilika, ehe er in Richtung Innenstadt weiterzog, zur nächsten Station seines Solidaritätsbesuchs in der Erdbebenregion.