Benedikt XVI.: Katholische Journalisten sollen Vorbilder sein

Kein Kompromiss, wenn es um unantastbare Werte geht

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ROM, 27. Januar 2009 (ZENIT.org).- Journalisten sollten im Einklang mit den Idealen leben, die sie bekennen. Das fordert Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft an den Präsidenten des Verbands der katholischen Presse in Italien (UCSI), Massimo Milone. Anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Vereinigung ermutigte der Papst die Publizisten: „Die Welt erwartet diese Art von Zeugnis von Katholiken.“

In dem Brief, den der Heilige Stuhl am Samstag (24. Januar) veröffentlichte, drückt Papst Benedikt XVI. der UCSI seine „volle Anerkennung für die wertvollen Dienste aus, die der katholische Journalistenverband im Lauf der 50 Jahre seines Bestehens für die Kirche und das Land" geleistet habe.

In einer Zeit rascher Veränderungen , wie sie „in den Bereichen von Wissenschaft und Technologie, von Wirtschaft und Geopolitik“ sichtbar werde, gelte es, „der Achtung der Würde der Person und der Bedeutung von Werten wie Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität, die von wesentlicher Bedeutung für das Überleben der Gesellschaft sind, Achtung zu zollen", so der Papst. In diesem Kontext sei die Arbeit der katholischen Journalisten, „die in einem Erbe von Grundsätzen, die im Evangelium wurzeln, verankert sein sollte", heute schwieriger geworden.

Katholische Journalisten benötigten unbedingt ein „Gefühl für Verantwortung und einen Geist des Dienstes“, so Benedikt XVI. Darüber hinaus sollten sie eine immer größere Professionalität an den Tag legen und „eine größere Kapazität für den Dialog mit der atheistischen Welt, um sich auf die Suche nach gemeinsamen Werten" zu machen.

Den Journalisten, die ihrem Glauben entsprechend leben, versprach der Papst ein wachsendes Publikum. „Nicht wenige der nichtgläubigen Kollegen erwarten von Ihnen ein stummes Zeugnis, ohne Prahlerei, aber mit einem Inhalt, der das Leben durch die Werte des Glaubens zu inspirieren vermag."

„Ihr seid einer Aufgabe verpflichtet, dessen bin ich mir bewusst, die immer mehr von Euch abverlangt“, bekräftigt der Papst in seinem Schreiben an die katholischen Journalisten. Häufig seien „die Räume der Freiheit" bedroht,und die wirtschaftliche und politische Interessen würden stärker ins Gewicht fallen als „ein Geist des Dienstes und die Kriterien des Gemeinwohls". Deshalb sollten katholische Journalisten keine Kompromisse machen, wenn es um die wichtigsten Werte gehe. Sie sollten „Mut zu einer Kohärenz haben, die auch persönlich etwas kosten kann: Ein ruhiges Gewissen ist eben unbezahlbar", so Papst Benedikt, der sich mit der Versicherung seines Gebetes hinter die Journalisten stellte.