Benedikt XVI. lädt dazu ein, über den letzten Sinn des Lebens nachzudenken

Worte zum Angelusgebet am Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel

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ROM, 17. August 2009 (ZENIT.org).- Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel lädt nach Worten Benedikts XVI. alle Menschen dazu ein, „über den letzen Sinn der menschlichen Existenz nachzudenken“. Die in der Liturgie enthaltene Aufforderung, immer in Ausrichtung auf die ewigen Güter zu leben, um wie Maria der himmlischen Herrlichkeit teilhaftig zu werden, sei diesbezüglich eine Hilfe, erklärte der Papst am 15. August beim traditionellen Angelusgebet.



Bereits um 8.00 Uhr hatte Benedikt XVI. in der Pfarrkirche von Castel Gandolfo die heilige Messe zum Hochfest gefeiert. Ehe der Papst gegen 12.00 Uhr mit zahlreichen Pilgern und Gläubigen im Innenhof der Päpstlichen Sommerresidenz im Süden Roms das mittägliche Mariengebet anstimmte, das auf Großbildschirmen auch auf dem Petersplatz in Rom übertragen wurde, verwies er auf das aktuelle Priesterjahr, das im Gedenken an den 150. Todestag des heiligen Jean-Marie Vianney, Pfarrer von Ars (Frankreich), begangen wird. In seiner Ansprache beleuchtete der Papst die besondere Beziehung, die der Patron der Pfarrer zur Mutter Jesu gehabt hatte, und bekräftigte, dass sie für alle Gläubigen, insbesondere die Priester, vorbildhaft sei.

Der heilige Pfarrer von Ars sei vor allem von der Schönheit Mariens fasziniert gewesen, so Benedikt XVI. – einer Schönheit, die damit zu tun gehabt habe, „dass sie die Unbefleckte ist: das einzige Geschöpf, das ohne den Schatten der Sünde empfangen worden ist.“ Diesbezüglich erinnerte Benedikt XVI. die Gläubigen vor allem an den folgenden Ausspruch von Jean-Marie Vianney: „Die heilige Jungfrau ist jenes schöne Geschöpf, das den gütigen Gott nie enttäuscht hat.“

Beispielhaft sei der Pfarrer von Ars auch darin, dass er seine Pfarrei mehrmals der Gottesmutter geweiht und besonders den Müttern empfohlen habe, jeden Morgen dasselbe mit ihren Kindern zu tun.

„Liebe Brüder und Schwestern, machen wir uns die Gesinnung des heiligen Pfarrers von Ars zu Eigen“, betonte Papst Benedikt abschließend. Er bat alle Anwesenden, der Jungfrau Maria in besonderer Weise die Priester anzuempfehlen. Die Pilgergruppen aus dem deutschsprachigen Raum ermutigte Benedikt XVI. mit Blick auf Maria zur „Offenheit für die Gegenwart des lebendigen Herrn, um das Geschenk seiner Güte zu empfangen und weiterzugeben“.