Benedikt XVI. lädt ein, den Welttag zur Überwindung der Armut zu feiern

Der 17. Oktober: Eine Initiative, an die sich die UNO angeschlossen hat

| 1403 klicks

ROM, 13. Oktober 2009 (ZENIT.org).-Papst Benedikt XVI forderte die Gläubigen auf, am kommenden Samstag, den 17. Oktober gemeinsam den Welttag zur Überwindung der Armut zu begehen.

Angesichts des Welttags zur Überwindung der Armut, der in einigen Tagen begangen werden soll, rief der Papst am Ende der Heiligsprechungsfeier von fünf neuen Heiligen am letzten Sonntag die Katholiken dazu auf, den Bedürfnissen „der Ärmsten und Kleinsten, der vom Leben Verletzten und von der Gesellschaft Marginalisierten“ zu entgegnen.

In seiner Ansprache, die Papst Benedikt auf Französisch gehalten hatte, verwies er auf das Beispiel der heiligen Jeanne Jugan (1792-1879), der Gründerin der Kongregation der Schwestern der Armen, und P. Damien Molokai (1840-1889), dem Apostel der Aussätzigen.

„Ich bitte euch, mit Gebet und tatkräftiger Hilfeleistung die Arbeit engagierter Personen im Kampf gegen die Lepra und anderen Formen von Lepra großzügig zu unterstützen, einer Lepra, die durch Ignoranz, Feigheit und Mangel an Liebe verursacht wird".

Der Welttag zur Überwindung der Armut wurde von Pater Joseph Wresinski (1917 - 1988), dem Gründer der Bewegung „ATD Vierte Welt“ ins Leben gerufen, als er am 17. Oktober 1987 am Trocadero in Paris einen Stein mit der Inschrift "für die Opfer extremer Armut" niederlegte.

Die Initiative wurde von den Vereinten Nationen im Jahre 1992 aufgegriffen, die den 17. Oktober zum „Welttag zur Überwindung der Armut“ erklärt hat.

Im Atrium der Basilika St. Johannes von Lateran, der Kathedrale des Papstes, gibt es eine Steintafel mit der Inschrift, die an den Stein am Trocadero in Paris erinnert: "Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben, werden die Menschenrechte verletzt. Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht."

Der ursprüngliche Text wurde in der römischen Steintafel mit einem Zitat von Papst Johannes Paul II. ergänzt: "Nie mehr Diskriminierung, Ausgrenzung, Unterdrückung, Verachtung der Armen und Letzten".