Benedikt XVI. legt Gläubigen die häuftige Beichte ans Herz

Die Sünde ist der Aussatz der Seele

| 1551 klicks

ROM, 16. Februar 2009 (ZENIT.org).- Im Sakrament der Beichte reinigt uns Christus mit seinem unendlichen Erbarmen. Das betonte Papst Benedikt XVI. gestern, Sonntag, vor dem Angelusgebet. Der Heilige Vater betrachtete die Heilung des Aussätzigen, von der im Tagesevangelium berichtet wurde.



Die Unreinheit des Aussatzes sei für das mosaische Gesetz nicht nur eine Krankheit gewesen, sondern die höchste Form der Unreinheit überhaupt, „eine Art religiöser und gesellschaftlicher Tod“, wie der Papst erklärte. Die Heilung vom Aussatz sei daher einer Art Auferstehung gleichgekommen.

„Im Aussatz kann ein Symbol für die Sünde erkannt werden, die die wahre Unreinheit des Herzens darstellt und uns von Gott entfernen kann. Es ist nämlich nicht die körperliche Krankheit des Aussatzes, wie es die alten Regeln annahmen, die uns von ihm trennt, sondern die Schuld, das geistliche und moralische Böse.“

Die Sünden entfernten den Menschen von Gott und könnten sogar „zum Tod der Seele“ führen, wenn sie nicht bekannt würden. Der Heilung vom Aussatz verweise somit auf die Reinigung von der Sünde: Jesus selbst werde in seinem Leiden wie ein Aussätziger, den unsere Sünden unrein gemacht und von Gott getrennt hätten. All dies vollbringe er aus Liebe, um für uns die Versöhnung, die Vergebung und das Heil zu erlangen.

Im Sakrament der Buße reinige der gekreuzigte und auferstandene Christus den Menschen durch seine Priester. So führe er ihn wieder hinein in die Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater und den Brüdern.

Abschließend bat Benedikt XVI. die Jungfrau Maria, allen Menschen zu helfen, die Sünde zu meiden und das Sakrament der Beichte häufig in Anspruch zu nehmen. Dieses Sakrament sollte in seiner Bedeutung für das christliche Leben neu entdeckt werden.