Benedikt XVI.: Persönliche Bekehrung, der Weg zur menschlicheren Gesellschaft

Angelus-Gebet am dritten Fastensonntag

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ROM, 12. März 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat darauf hingewiesen, dass die persönliche Bekehrung nichts mit Moralismus zu tun hat, sondern mit dem Bestreben, das Böse zu besiegen und „sich selbst und die Gesellschaft zum Besseren zu verändern“.



Die „Notwendigkeit der Umkehr“ war das Thema der Ansprache, die der Heilige Vater am dritten Fastensonntag vor dem Angelus-Gebet hielt. Vom Fenster seines Arbeitszimmers aus erinnerte er Pilger und Gläubige aus aller Welt daran, dass die persönliche Bekehrung die einzig angemessene Antwort auf jene Geschehnisse sei, die die menschliche Sicherheit erschüttern. Wahre Weisheit besteht nach Worten des Papstes darin, „sich von der Unsicherheit des Daseins anfragen zu lassen und eine Haltung der Verantwortlichkeit einzunehmen: Buße zu tun und unser Leben zu verbessern. Das ist Weisheit, das ist die wirksamste Antwort auf das Böse, auf jeder Ebene: der interpersonalen, der sozialen und der internationalen.“

Christus appelliere an jeden Menschen, „auf das Böse vor allem mit einer ernsthaften Gewissenserforschung und mit dem Vorsatz zu antworten, das eigene Leben zu läutern“. Jene Menschen, die ihr Leben führten, „ohne sich je in Frage zu stellen, haben als einziges Endschicksal den Untergang“, stellte Benedikt XVI. mit Verweis auf das Tagesevangelium fest.

Die Bekehrung schaffe Probleme und menschliches Unglück nicht aus der Welt, ermögliche aber, sie in einem neuen Licht zu sehen. „Auf jeden Fall erlaubt sie es, das Böse mit dem Guten zu besiegen“, bekräftigte der Bischof von Rom. „Die Umkehr besiegt das Böse in seiner Wurzel, die die Sünde ist, auch wenn sie nicht immer seine Folgen vermeiden kann.“

Mit einem geflügelten Wort erinnerte Benedikt XVI. abschließend noch einmal an die Tatsache, dass Buße und die Änderung des eigenen Verhaltens den wirksamsten Weg zu einer besseren Gesellschaft darstellt: „Ein Streichholz anzuzünden ist mehr wert, als die Dunkelheit zu verdammen.“