Benedikt XVI.: Pfarrgemeinderäte sind eine Gabe des Heiligen Geistes

Die Zusammenarbeit von Priestern und Laien belebt die Kirche

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ROM, 30. März 2009 (ZENIT.org).- Die Pfarrgemeinderäte seien ein „Geschenk des Heiligen Geistes“, denn sie ermöglichten es der Kirche, sich - dank der Zusammenarbeit von Pfarrer, Priestern und Laien - in lebendiger Weise vor Ort zu verwurzeln.


 
Mit dieser Botschaft verabschiedete sich Papst Benedikt XVI. am gestrigen Sonntag nach seinem Besuch in der römischen Pfarrei vom Heiligen Antlitz Jesu (Stadtviertel Magliana). Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates forderte der Papst auf, ihren Priestern zu helfen, das Wort Gottes unter den Menschen auszusäen und für die Bedürfnisse der armen Menschen sensibel zu sein.

„Es scheint ein Geschenk des Zweiten Vatikanischen Konzils zu sein, dass es heute diese Pfarrgemeinderäte gibt, in denen Laien gemeinsam mit dem Pfarrer und den Priestern die Probleme der lebendigen Kirche eines Viertels tragen, dazu beitragen, die Kirche aufzubauen, das Wort Gottes erfahrbar machen und die Menschen für die Anwesenheit Christi in den Sakramenten sensibilisieren“, so Benedikt XVI.

„In dieser Zeit, in der der Säkularismus stark ist und sich alle Eindrücke, die sich aus dem Umfeld ergeben, ein wenig gegen Gott stellen, gegen die Fähigkeit, diese Gegenwart wahrzunehmen, ist es umso wichtiger, dass der Priester nicht alleine gelassen wird, sondern von Gläubigen umgeben ist, die mit ihm den Samen des Wortes bringen und helfen, damit er lebendig sei und auch in unserer Zeit wachse. Deshalb danke ich für eure Initiativen. Es ist wichtig, zu trösten, zu helfen und den Leidenden nahe zu sein.“
 
Der Tradition gemäß sei der Pfarrgemeinderat eine „Gabe des Heiligen Geistes“, erklärte der Papst. „Ein Pfarrer – und ein Papst noch mehr! – ist bei der Entscheidungsfindung auf guten Rat und gute Hilfe angewiesen. Daher verwirklichen diese Gemeinderäte auch ein Werk des Heiligen Geistes und bezeugen seine Anwesenheit in der Kirche.“