Benedikt XVI.: Pfingsten, die Taufe der Kirche

Die Ausgießung des Heiligen Geistes: Ziel der Sendung Christi

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ROM, 12. Mai 2008 (ZENIT.org).- Ehe Benedikt XVI. am Pfingstsonntag zum letzten Mal in diesem Jahr das Mariengebet „Regina Caeli“ anstimmte, das in der Osterzeit statt dem „Angelus“ gebetet wird, erinnerte er an den geschichtlichen Zusammenhang zwischen dem alten jüdischen Pfingstfest – dem Gedenken an den Bund Gottes mit seinem auserwählten Volk auf dem Berg Sinai – und dem christlichen Pfingstfest, dem Pfingsten des Neuen Bundes, dem Fest „der Taufe der Kirche“.



Die ganze Sendung Christi sei auf die Aussendung des Heiligen Geistes als deren Krönung und Erfüllung hingeordnet gewesen. Den Geist Gottes verglich der Papst mit einem Wasserfall, „der in der Lage ist, alle Herzen zu reinigen, den Brand des Bösen zu löschen und in der Welt das Feuer der göttlichen Liebe zu entzünden“.

Mit Pfingsten habe die universale Sendung der Kirche begonnen, so der Papst. In der Taufe im Heiligen Geist seien die persönliche und die gemeinschaftliche Dimension, das Ich des Jüngers und das Wir der Kirche, untrennbar miteinander vereint. Durch die christlichen Initiationssakramente Taufe und Firmung werde der Mensch in diesem Sinn zu einem lebendigen Glied des mystischen Leibes Christi und nehme Teil an der Sendung, seine Liebe zu bezeugen.

Benedikt XVI. erinnerte zum Abschluss an seine Botschaft zum Weltjugendtag 2008. In dieser hatte er die Jugend dazu eingeladen, die Gegenwart des Heiligen Geistes in ihrem Leben und damit die Bedeutung der genannten Sakramente neu zu entdecken. Dies gelte nunmehr für alle. Der Papst rief die Christen dazu auf, die Schönheit der Taufe im Heiligen Geist als Quelle von immer aktueller Gnade neu zu entdecken.