Benedikt XVI.: Priester, Ordensleute und Laien sind zum „Zeugnis der göttlichen Liebe“ berufen

Botschaft zum 50. Weltgebetstag um geistliche Berufungen

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ROM, 22. Februar 2008 (ZENIT.org).- „Das Geschenk der Berufungen ist das Geschenk, das die Kirche jeden Tag vom Heiligen Geist erbittet“, erklärt Benedikt XVI. in seiner heute veröffentlichten Botschaft zum nächsten Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 13. April, dem vierten Sonntag in der Osterzeit. Das Leitwort, das der Papst zu diesem Anlass ausgewählt hat, lautet: „Die Berufungen im Dienst der Kirche in ihrer Sendung“.



Angesichts der Tatsache, dass die Liebe Christi „den Brüdern durch das Beispiel und mit Worten, mit dem ganzen Leben vermittelt werden muss“, bekräftigt der Heilige Vater, dass die Kirche „als ganze und in jedem ihrer Glieder missionarisch“ sei. Und er fügt hinzu: „Wenn kraft der Sakramente der Taufe und der Firmung jeder Christ berufen ist, das Evangelium zu bezeugen und zu verkünden, so ist die missionarische Dimension besonders und sehr eng mit der priesterlichen Berufung verbunden.“ Durch seine Priester mache Christus sich unter den Menschen gegenwärtig.

Um alle Aspekte, „ die die missionarische Tätigkeit einer christlichen Gemeinschaft, die dem Vorbild und der Lehre Jesu treu bleiben will, kennzeichnen“, zu kennen und zu beachten, rät der Bischof von Rom, die so genannte „Aussendungsrede“ des Matthäusevangeliums zu studieren (vgl. Mt 9,35 - 11,1).

„Eins geworden mit dem Meister, sind die Jünger nicht mehr allein bei der Verkündigung des Himmelreiches, sondern Jesus selbst wirkt in ihnen“, hebt Benedikt XVI. in seinem Schreiben hervor, indem er den Priestern, Ordensleuten und Missionaren in besonderer Weise seinen Dank ausspricht.

Am Beginn jedes missionarischen Wirkens stehe immer die Liebe Christi.  Sie sei es, die die Apostel dränge, so der Papst in Anspielung auf 2 Kor 5,14. Dass die Zahl der Getauften weltweit jedes Jahr zunehme, sei der Seelsorgetätigkeit der Priester zu verdanken, „die ganz dem Heil der Brüder und Schwestern geweiht sind“.

Abschließend bittet Benedikt XVI., besonders darauf zu achten, dass Kindern und Erwachsenen eine ständige Glaubensunterweisung zuteil werde. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die Kirche auch weiterhin die ihr von Christus anvertraute Sendung ausüben könne und es nicht an Verkündern des Evangeliums fehlen möge, „derer die Welt bedarf“.

Die Sendung als „Zeugnis der göttlichen Liebe“ werde vor allem dann wirkmächtig, „wenn sie in Gemeinschaft geteilt wird, damit die Welt glaubt“.