Benedikt XVI. richtet an die Katholiken Afrikas den Appell, als Botschafter Christi zu wirken

Der Papst sendet eine Botschaft an den Panafrikanischen Kongress für katholische Laien

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ROM, 6. September 2012 (ZENIT.org). - In einer dem Panafrikanischen Kongress für katholische Laien übersandten Stellungnahme rief Papst Benedikt XVI. die gläubigen Laien Afrikas dazu auf, als Zeugen des Evangeliums aufzutreten. Die Botschaft war an den Gastgeber der Konferenz, Kardinal Stanislaw Rylko, den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Laien, gerichtet.

In einem Rückblick auf vorherige Reisen bezeichnete der Heilige Vater Afrika als „Kontinent der Hoffnung“. Er führte aus: „Die Bedeutung dieser Worte ist keineswegs unwesentlich. Vielmehr bezeichnen sie den leuchtenden Horizont, der sich dem Blick des Glaubens eröffnet.“

Der Heilige Vater betonte, dass die Probleme des Kontinents auf den ersten Blick zwar unlösbar erscheinen, dass die Menschen Afrikas jedoch durchwegs Stärke durch ihren Glauben bewiesen haben. „Wenn wir aber das Herz der Menschen in Afrika genauer betrachten, so erkennen wir die Fülle des geistlichen Reichtums, der in unserer Zeit kostbar ist“, so der Papst.

Der Papst setzte seine Botschaft folgendermaßen fort: „Die Liebe zum Leben und zur Familie, der Sinn für die Freude und für das Teilen, die Begeisterung für ein auf den Glauben an den Herrn ausgerichtetes Leben, die ich auf meinen Reisen nach Afrika beobachten konnte, haben sich in mein Herz eingeschrieben. Lasst niemals zu, dass die Mentalität der Trostlosigkeit und des Nihilismus, von der mehrere Teile unserer Welt heimgesucht sind, einen Weg in euer Leben bahnt! Empfangt und verbreitet die Botschaft der Freude mit neuer Kraft und der Hoffnung, dass die von Christus überbrachte Botschaft dazu fähig ist, die großen Werte unserer Kulturen zu reinigen und zu bestärken“.

Als Beispiel führte Papst Benedikt XVI. das Leben der hl. Josephine Bakhita als Vorbild dafür an, wie „die Begegnung mit dem Gott Jesu Christi es vermag, jeden Menschen, auch in den ärmlichsten Verhältnissen, in seiner Tiefe zu verwandeln.“ Die im Sudan geborene Heilige war eine Sklavin, bevor sie in Italien zu den Canossianerinnen konvertierte und dem Orden beitrat. Im Oktober 2000 wurde Josephine Bakhita von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Benedikt XVI. gedachte der Heiligen mit folgenden Worten: „Die Begegnung mit Christus ist die treibende Kraft, selbst schier unüberwindbare Schwierigkeiten zu bewältigen. Dies lehrt uns die Erfahrung der hl. Josephine Bakhita. In derselben Situation befinden sich aber ebenso viele junge Afrikaner– die Gott sei Dank die Mehrheit der Bevölkerung bilden– die heute dazu aufgerufen sind, sich in die treue Nachfolge des Herrn zu begeben. Afrika zum „Kontinent der Hoffnung“ zu machen ist eine Verpflichtung, die zum Leitprinzip des Einsatzes der afrikanischen gläubigen Laien und des von euch veranstalteten Kongresses werden soll.“

Der Papst beendete seine Stellungnahme mit dem Aufruf an die gläubigen Laien Afrikas, Botschafter Christi zu sein. Der Heilige Vater wies erneut darauf hin, dass sowohl die jungen als auch die älteren Menschen Afrikas die Verkündigung der Frohbotschaft von den Laien erwarten, besonders von den neuen Gemeinschaften und den kirchlichen Bewegungen innerhalb der katholischen Kirche.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]