Benedikt XVI. ruft dazu auf, sich vorbehaltlos für den Frieden im Irak und im Heiligen Land einzusetzen

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ROM, 3. Juli 2006 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag zu einem "ernsthaften, glaubwürdigen Einsatz für den Frieden" im Irak und im Heiligen Land aufgerufen.



Angesichts der "blinden Gewalt" im Irak – am Samstag waren bei einem Autobombenanschlag in Sadr City 62 Menschen ums Leben gekommen – und der "drohenden Verschlimmerung der Krise" in Israel/Palästina bekräftigte der Papst nach dem Angelus-Gebet zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage, dass es dringend notwendig sei, sich tatkräftig für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Davon sei gegenwärtig "leider nichts zu bemerken".

Vor Zehntausenden von Pilgern, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten, rief Benedikt XVI. die Gläubigen und alle Menschen guten Willens dazu auf, "sich im vertrauensvollen, beharrlichen Gebet zu vereinen: Der Herr möge die Herzen erleuchten, und keiner möge sich von der Verpflichtung drücken, ein friedliches Miteinander zu schaffen und anzuerkennen, dass jeder Mensch – ganz gleich, zu welchem Volk er gehört – ein Bruder ist."

Die Entführung eines israelischen Soldaten führt im Nahen Osten zu immer heftigeren Auseinandersetzungen. Augenzeugenberichten zufolge ist die israelische Armee heute Vormittag erstmals auch in die nördlichen Palästinensergebiete eingedrungen. Nach der Verhaftung mehrer Hamas-Minister und des Beschusses des palästinensischen Innenministeriums halten sich die übrigen Mitglieder der palästinensischen Regierung an einem geheimen Ort versteckt.