Benedikt XVI. ruft zu Dialog und Versöhnung in Honduras auf

Gemeinwohl muss im Mittepunkt stehen

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ROM, 13. Juli 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. forderte gestern, Sonntag, nach dem Gebet des Angelus die Regierungsverantwortlichen und das Volk von Honduras zum Dialog und zur Suche nach dem Gemeinwohl auf. Dadurch solle das demokratische Leben im zentralamerikanischen Staat aufrechterhalten. Honduras erlebt seit der Abschiebung von Präsident Zelaya eine schwere Krise (ZENIT berichtete).



Benedikt XVI. rief die Gläubigen dazu ein, für Honduras zu beten, „damit durch die mütterliche Fürsprache Unserer Lieben Frau von Suyapa die Verantwortlichen der Nation und all seine Einwohner geduldig den Weg des Dialogs, des gegenseitigen Verständnisses und der Versöhnung beschreiten“.

Der Dialog sei möglich, wenn partikultäre Interessen überwunden würden und wenn sich jeder darum bemühe, „die Wahrheit zu suchen und hartnäckig das Gemeinwohl zu verfolgen“. Dies sei die Bedingung, „um ein friedliches Zusammenleben und ein wahrhaft demokratisches Leben sicherzustellen.“

Dialog, Versöhnung, Wahrheit und die Suche nach dem Gemeinwohl sind auch die Forderungen, die die Bischofskonferenz von Honduras in einer Presseerklärung zur gegenwärtigen Lage im Land formulierte. Der Erzbischof von  Tegucigalpa und Vorsitzende der Bischofskonferenz von Honduras, Kardinal Óscar Andrés Rodríguez Maradiaga, hatte die Erklärung zu Beginn dieses Monats Juli vorgestellt (ZENIT berichtete).