Benedikt XVI. sorgt sich um die ökologische Zukunft

P. Lombardi: Die Gläubigen stehen im Schutz der Schöpfung an vorderster Front

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ROM, 24. September 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. sorge sich um die ökologische Zukunft unseres Planeten, erklärte der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, Jesuitenpater Federico Lombardi, in der jüngsten Ausgabe der Fernsehsendung „Octava Dies“, die regelmäßig vom Vatikanischen Fernsehzentrum CTV ausgestrahlt wird.



Der Heilige Vater habe bereits mehrfach mit Nachdruck auf die Notwendigkeit des Schutzes der Schöpfung hingewiesen. „Angesichts von Umweltkatastrophen und noch ernsteren Risiken, die die Zukunft der Menschheit bedrohen“, müsse die Dringlichkeit dieser Frage in den Vordergrund rücken, bekräftigte P. Lombardi.

Anfang dieses Monats habe Papst Benedikt XVI. beim Treffen mit den Jugendlichen in Loreto hervorgehoben, dass „die Zukunft des Planeten den neuen Generationen anvertraut“ sei. Es gebe konkrete Anzeichen einer Entwicklung, die auf das empfindliche Gleichgewicht in der Natur nicht immer Rücksicht nehme.

„Wir müssen mutige Entscheidungen treffen, die zu einem neuen starkes Bündnis zwischen Mensch und Erde führen, ehe es zu spät ist.“ Dazu sei es unerlässlich, „jene Trends umzukehren, die zu irreversiblen degradierenden Situationen führen können“.

Während seiner Apostolischen Reise nach Wien habe der Pontifex daran erinnert, dass der Sonntag „eine allwöchentliche Feier der Schöpfung“ sei, „eine Feier des Dankes und der Freude an Gottes Schöpfung“.

Der Schutz der Schöpfung sei somit „ein Bereich der natürlichen ökumenischen und interreligiösen Zusammenarbeit“, erklärte Pater Lombardi. Das jüngste Symposium, das vom Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., in Grönland geleitet wurde, um die Aufmerksamkeit auf die schmelzenden Eiskappen zu richten, bestätige das.

„Wer anerkennt, dass die Welt von Gott geschaffen worden ist, weiß auch, dass er nicht nur gegenüber den zukünftigen Generationen verantwortlich ist, sondern auch gegenüber seinem Richter, der ihm dieses unschätzbare Geschenk anvertraut hat, um es vernünftig zu verwalten“, hob der Leiter des vatikanischen Pressebüros hervor. Die Gläubigen stünden daher im Umweltschutz und in der Bewahrung der Schöpfung „an vorderster Front“.