Benedikt XVI. über die Aufgaben des Instituts Santa Maria dell'Anima, der "Heimstätte deutschsprachiger Katholiken in Rom"

"Geschmack finden an der 'romanitas Ecclesiæ'"

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ROM, 12. Mai 2006 (ZENIT.org).- Papst Benedikt empfing heute, Freitag, die Mitglieder der Gemeinschaft des Päpstlichen Instituts Santa Maria dell'Anima, die das deutsche katholische Priesterkolleg, das Pilgerhospiz Collegio Teutonico di Santa Maria dell'Anima sowie die gleichnamige Kirche in Rom betreuen.



In seiner Ansprache an die Verantwortlichen dieser "Heimstätte deutschsprachiger Katholiken in Rom" unterstrich der Heilige Vater die "besondere kirchliche Brückenfunktion", die diesem Institut zukomme. "Die Priester und auch die Seminaristen, die in der 'Anima' wohnen, dürfen die Größe und Schönheit der Weltkirche, ihre gelebte Katholizität kennen lernen und Geschmack finden an der 'romanitas Ecclesiæ'. Ich vertraue darauf, dass die Leitung dieser gesamtdeutschen und zugleich römischen Institution auch fürderhin den Kollegiaten und den Gästen eine besondere Liebe zu den Nachfolgern des Apostels Petrus und zum Heiligen Stuhl vermittelt."

Die Kirche Santa Maria dell’Anima schenke den deutschsprachigen Katholiken die Möglichkeit, "in der eigenen Sprache zu beten, zu singen und die heiligen Sakramente der Kirche zu empfangen. Die Priester und alle Verantwortlichen lade ich dazu ein, dem sakramentalen Leben in der Anima-Gemeinde stets den Vorrang vor allen anderen Tätigkeiten zu geben."

Benedikt XVI. ging auch auf jenen Aspekt ein, der neben der Verbundenheit mit dem Heiligen Stuhl das Wesen des Päpstlichen Instituts zutiefst präge: die Verehrung der Gottesmutter Maria.

"Wenn in eurem Institut und in eurer Gemeinde die heilige Jungfrau unter dem seltenen Titel 'Santa Maria dell’Anima', 'Mutter der Seelen' also, verehrt wird, so kommt darin ein Zweifaches zum Ausdruck: Maria hält ihre schützende Hand über die Pilgerseelen, die vielen, die unterwegs sind auf dem Pilgerweg des Lebens und für die Rom eine wichtige, ja in vielen Fällen prägende Station geworden ist."

Zugleich erinnere uns dieser Titel "an die Verstorbenen, die wir in unserer Sprache gerne 'Arme Seelen' nennen und deren Angedenken uns sowohl unsere eigene Sterblichkeit als auch unsere ewige Bestimmung zu einem Leben in der Unendlichkeit des Lichtes und der Liebe Gottes ins Bewusstsein ruft. Möge Maria, unsere himmlische Mutter, ihre schützende Hand über das pfarrliche Leben der Anima-Gemeinde und der Kollegiaten halten!"