Benedikt XVI. und Friedenstreffen: Neapel wird zum Vorreiter für Frieden und Gerechtigkeit

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ROM, 19. Oktober 2007 (ZENIT.org).- „Die Gegenwart Benedikts XVI. und seine Zuspruch werden uns helfen, unser ganzes Potential in Energie umzuwandeln und den richtigen Weg zu finden, dem wir die Zukunft unserer Stadt anvertrauen können“, betonte Kardinal Sepe mit Blick auf den Papstbesuch am kommenden Sonntag.



Der Heilige Vater wird im Rahmen seiner sechsten Pastoralreise innerhalb Italiens unter anderem mit mehr als 300 führenden Vertretern verschiedener Delegationen zusammenkommen, die in Neapel am 21. Internationalen Interreligiösen Friedenstreffen teilnehmen werden (vgl. Die Stationen des Besuchs).

Dass der Heiligen Vater einen Stimmungswandel in der Bevölkerung einleiten wird, davon ist Kardinal Sepe, der Erzbischof von Neapel, einer Hochburg des Mafia-Clans der „Camorra“, fest überzeugt.

Gegenüber dem „Osservatore Romano“, der halboffiziellen Tageszeitung des Vatikans, gestand der Oberhirte am 14. Oktober, dass sich aufgrund der verbreiteten Gewaltanwendung und der Aktivität des organisierten Verbrechens innerhalb der Bevölkerung eine Stimmung von Frust und Verzagtheit breit gemacht habe. Diesem Trend werde aber nun durch den Papstbesuch und das Friedenstreffen endlich entgegengewirkt.

Im Hinblick auf die möglichen Früchte des Internationalen Friedensgebets betonte Kardinal Sepe: „Diese Veranstaltung kann zeigen, das Frieden möglich is.“ Und für diese „universale Botschaft“ könne Neapel als Stadt Vorreiter werden.

Nicht zuletzt auch angesichts der Orientierungslosigkeit, die die Menschen im Norden wie im Süden erfasst habe, sei es vordringlich, mutig den Weg des Dialogs und der Zusammenarbeit unter den Religionen und Kulturen neu einzuschlagen.„Gemeinsam können wir die Verantwortung für den Aufbau einer besseren Zukunft tragen“, bekräftigte der Kardinal.

In Neapel werde man in den kommenden Tagen in unterschiedlichen Sprachen und Kulturen bekunden, dass nur die offene Begegnung mit dem Anderen zu einem friedlichen Miteinader führen könne. Die Begegnung hunderter Religionsvertreter werde der Stadt ein neues Gesicht geben.